Entwarnung: Doch keine Bombe im Bundeshaus
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Entwarnung: Doch keine Bombe im Bundeshaus

Im Bundeshaus tagte gerade der Ständerat, als die Polizei einen verdächtigen Abfallsack vor der Nordfassade fand. Sie unterbrach die Session und sperrte das Bundeshaus ab. Der Inhalt des Sackes erwies sich aber als harmlos.

Um 18 Uhr gab die Stadtpolizei Bern Entwarnung: Im Abfallsack sei - wie sie soeben erfahren habe - kein Sprengstoff gefunden worden, sagte Polizeisprecherin Franziska Frey auf Anfrage. Der Sack habe nichts Gefährliches enthalten. Weitere Angaben zum Inhalt konnte sie nicht machen. Wer den Sack weshalb vor dem Bundeshaus deponiert habe, sei Gegenstand der Ermittlungen.

Gegen 16 Uhr hatte die Polizei den verdächtigen Gegenstand, der mit einer Abfallgebührenmarke versehen war, in einem bombensicheren Behälter entfernt. Sie setzte dazu einen ferngesteuerten Roboter ein, der den Sack mit einem Greifarm packte und in dem Behälter verstaute.

Verkehr umgeleitet

Neben der Feuerwehr und dem Sicherheitsdienst des Bundeshauses standen rund 20 Polizeibeamte im Einsatz. Der Verkehr rund um den Bundesplatz musste umgeleitet werden. Personen kamen nicht zu Schaden.

Der Nationalrat konnte seine Nachmittagssitzung wie geplant um 15 Uhr aufnehmen, obwohl der Eingangsbereich und mehrere Räume des Bundeshauses abgesperrt waren. Die Ratsmitglieder gelangten nur über die Seitenflügel des Bundeshauses in den Plenarsaal. Der Ständerat tagte am Nachmittag nicht.

Schauspiel für Schaulustige

Dutzende Schaulustiger verfolgten den Polizeieinsatz aus sicherer Distanz. In regelmässigen Abständen wurden sie dabei vom Wasserspiel auf dem menschenleeren Bundesplatz unterhalten.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Polizei den Bundesplatz oder die Bundesterrasse wegen eines Bombenalarms räumen musste, wie Hans Peter Gerschwiler, stellvertretender Generalsekretär der Parlamentsdienste, gegenüber der sda sagte. Einmal habe ein Handwerkerkoffer gesprengt werden müssen.

(dapd)

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