Crans-Montana: Entwarnung: Lara Gut nur mit leichter Verletzung
Aktualisiert

Crans-MontanaEntwarnung: Lara Gut nur mit leichter Verletzung

Die 22-jährige Tessinerin befürchtete nach ihrem Ausscheiden in der Abfahrt eine gravierende Knieverletzung. Eine MRI-Untersuchung ergab nur eine leichte Meniskus-Verletzung.

Gut hatte im oberen Streckenteil einen Schlag auf das rechte Knie erlitten. Im Zielraum stellte Teamarzt Olivier Siegrist eine Schwellung fest. Eine erste Untersuchung in Martigny ergab dann, dass die Bänder nicht betroffen sind und lediglich eine leichte Verletzung des Meniskus vorliegt.

Damit hat es Lara Gut in den eigenen Händen, sich ihre erste (kleine) Kristallkugel der Karriere zu sichern. Nach drei Super-G-Siegen in diesem Winter führt sie die Disziplinenwertung bei einem noch ausstehenden Rennen mit 348 Punkten deutlich an. Nach dem verletzungsbedingten Saisonende der Liechtensteinerin Tina Weirather (310) ist die Österreicherin Anna Fenninger (277), die aktuelle Super-G-Olympiasiegerin, Guts letzte verbliebene Konkurrentin um die begehrte Trophäe. Der letzte Super-G der Saison findet in zehn Tagen beim Weltcup-Finale in der Lenzerheide statt.

Zunächst wird Gut kommende Woche wie geplant nach Schweden reisen und vor Ort entscheiden, ob sie die beiden Riesenslaloms bestreiten wird. Eine medizinische Nachkontrolle wird noch vor dem Abflug nach Are stattfinden.

Gut lag auf Kurs

Gut, die im einzigen Training am Donnerstag überlegen Bestzeit aufgestellt hatte, befand sich auf Kurs zu einem Top-Resultat. Die fünffache Saisonsiegerin lag bei der ersten Zwischenzeit an vierter Stelle und damit beispielsweise um 0,26 Sekunden vor der späteren Siegerin Andrea Fischbacher aus Österreich und der nachmaligen Dritten Tina Maze aus Slowenien.

Doch Gut steuerte danach im oberen Streckenteil eine Rechtskurve nicht wie erforderlich an und erwischte dadurch zwei harte Schläge. Sie fuhr anschliessend auf den eigenen Ski ins Ziel. Aber auf dem Weg dahin hielt sie noch kurz beim an der Strecke postierten Cheftrainer Hans Flatscher an und berichtete diesem, dass sich ihr rechtes Knie nicht wie sonst anfühle.

Einmal unten im Ziel, begab sich Gut schnurstracks ins Hotel der Schweizerinnen, wo sie vom Team-Arzt untersucht wurde. Danach ging es per Auto zu weiteren Abklärungen nach Martigny, nach denen dann schliesslich Entwarnung gegeben werden konnte. (si)

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