Raumordnung: Entwicklung im Reusstal ohne weitere Zersiedelung
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RaumordnungEntwicklung im Reusstal ohne weitere Zersiedelung

Im unteren Reusstal, dem grössten Wirtschafts- und Wohnstandort Uris, wird der Boden knapp. Mit einem neuen Richtplan soll die Entwicklung deshalb in geordnete Bahnen gelenkt werden. Die Bevölkerung kann dazu bis am 25. September Stellung nehmen.

Die Entwicklung des unteren Reusstales ist für ganz Uri von zentraler Bedeutung. Ein zweiter Schwerpunkt ist Andermatt. Ausgehend von den Impulsen dieser beiden Pole solle der ganze Kanton eine gedeihliche und nachhaltige Entwicklung erfahren, wird im Richtplan die Wichtigkeit des unteren Reusstales beschrieben.

Das untere Reusstal ist aber nicht nur hauptsächlicher Wirtschafts- und Wohnstandort des Kantons. Wichtige Transitachsen durchziehen den Raum. Dazu kommen Infrastrukturen wie der Hochwasserschutz. Dies alles trägt zur Verknappung des Bodens in dem engen Tal bei.

Zusammenarbeit institutionalisieren

Mit der Richtplananpassung soll sowohl die Standortattraktivität der Region wie auch die Lebensqualität verbessert werden. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, müssen die Gemeinden und der Kanton bei raumwirksamen Vorhaben enger zusammenarbeiten.

Ein wichtiges Element der Raumentwicklung ist der künftige Kantonalbahnhof Altdorf. Dieser soll Verkehrsknoten werden. Vom neuen Bahnhof aus soll es optimale Verbindungen nach Schwyz, Zug, Zürich, Luzern und ins Tessin geben. Eine weitere bedeutende Aufgabe ist die Integration der Neat in den Talboden.

Die Siedlungsgrenzen sollen klar festgelegt werden. Es soll genügend Land fürs Wohnen zur Verfügung stehen, ein unkoordinierter Landverbrauch aber verhindert werden. Flüelen soll als Wohn- und Tourismusort aufgewertet werden.

Weiter sollen Entwicklungsschwerpunkte bezeichnet werden für gemeindeübergreifende Industrie- und Gewerbezonen. Ausreichend Raum sollen aber auch die Landwirtschaft, die Natur und die Naherholung haben. (sda)

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