Drogen an der Street Parade: Entwurmungs-Mittel statt Kokain
Aktualisiert

Drogen an der Street ParadeEntwurmungs-Mittel statt Kokain

Wer es nicht lassen kann und an der Street Parade Drogen konsumieren will, sollte diese zumindest nicht vor Ort kaufen. 90 Prozent der dort erhältlichen Drogen sind laut Fachleuten verunreinigt.

Wer unbedingt Drogen konsumieren muss, kann diese auch dieses Jahr auf ihre Gefährlichkeit testen lassen. Das Drug-Checking der Jugendberatung Streetwork steht ab 23 Uhr bei der Roten Fabrik zur Verfügung. Auch am Nachmittag ist Streetwork präsent, mit einem Informations- und Beratungsstand beim Bürkliplatz.

Herbizid statt Ecstasy

Das Testen der Drogen könnte der Gesundheit förderlich sein: In einer Mitteilung vom Dienstag weist die Beratung darauf hin, dass vor allem am Street-Parade-Wochenende Substanzen als Ecstasy verkauft werden, die gar kein Ecstasy sind.

Momentan häufig zu finden sind gemäss Streetwork-Website Pillen, die statt MDMA mehrheitlich m-CPP enthalten, was unter anderem gefährliche Halluzinationen hervorrufen könne. Noch gefährlicher seien jene Pillen, die gänzlich aus Mecoprop bestehen. Dabei handle es sich um ein giftiges Herbizid.

Entwurmungsmittel statt Kokain

Ähnliches gilt für Kokain: 90 Prozent der von Streetwork analysierten Proben sind mit anderen psychoaktiven Substanzen gestreckt. Der Reinheitsgrad von Kokain ist in den letzten Jahren auf nur noch 35 Prozent gesunken.

Gemäss Informationen von Sucht Info Schweiz enthält Kokain gegenwärtig besonders häufig Schmerzmittel oder das Entwurmungsmittel Levamisole, das üblicherweise bei Rindern, Schweinen und Schafen verwendet wird.

Aktuelle Warnungen vor einzelnen Pillensorten sind unter www.saferparty.ch zu finden. (sda)

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