EPO-Sünder betrügen mit Waschmittel
Aktualisiert

EPO-Sünder betrügen mit Waschmittel

Radprofis wie Jan Ullrich haben offenbar mit einem Waschmittelenzym alle Spuren von EPO aus ihren Urinproben tilgen wollen. Weil aber auch körpereigenes EPO produziert wird, waren die ganz EPO-losen Proben verdächtig.

Einfach ein wenig des Enzyms Protease, das als weisses Pulver daherkommt auf den Finger nehmen, drüberpinkeln und schon ist die Urinprobe von EPO total gereinigt. Mit dieser Methode, so vermuten Dopingjäger, haben EPO-Sünder im Radsport Häscher austricksen wollen. Wie die «NZZ am Sonntag» berichtet, sind die Proben die gar kein EPO mehr enthalten auch wieder verdächtig, weil der Körper die Substanz zur Herstellung roter Blutkörperchen selbst auch produziert.

Unter anderen erhärtete sich der Verdacht auf EPO-Doping auch bei Jan Ullrich, der mehrere Proben abgegeben hat, in denen überhaupt kein EPO mehr nachzuweisen war.

Momentan werden Versuche gemacht, die Verwendung von Protease zur Dopingverschleierung nachweisbar zu machen. Dies sollte in absehbarer Zeit auch gelingen.

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