Sicherheitsupdate: Epson zwingt Kunden zum Kauf der eigenen Tinte
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SicherheitsupdateEpson zwingt Kunden zum Kauf der eigenen Tinte

Mit einem Update verärgert der Druckerhersteller Epson seine Kunden. Neu funktionieren nur noch Epson-Druckerpatronen.

von
fss
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Epson führt mit einem Sicherheitsupdate ein, dass die Drucker nur noch mit Original-Druckerpatronen funktionieren.

Epson führt mit einem Sicherheitsupdate ein, dass die Drucker nur noch mit Original-Druckerpatronen funktionieren.

Roslan Rahman
In der Update-Beschreibung wird dies allerdings unterschlagen. Damit verärgert der Druckerhersteller eine amerikanische Bürgerrechtsorganisation.

In der Update-Beschreibung wird dies allerdings unterschlagen. Damit verärgert der Druckerhersteller eine amerikanische Bürgerrechtsorganisation.

Keystone/Martin Ruetschi
Ein Mitglied der Organisation sagt: «Durch den Missbrauch des Update-Mechanismus gefährdet Epson die Sicherheit von uns allen.»

Ein Mitglied der Organisation sagt: «Durch den Missbrauch des Update-Mechanismus gefährdet Epson die Sicherheit von uns allen.»

Epson

Ein neues Sicherheitsupdate des Druckerherstellers Epson hat für Kunden einen unangenehmen Nebeneffekt. Nach dem Update lassen sich die Druckermodelle nicht mehr mit billigen Patronen von Drittherstellern betreiben. Nun müssen die Kunden auf die teuren Originalpatronen zurückgreifen.

Im Update, das für mehr Sicherheit sorgen soll, wird diese Veränderung allerdings nicht mitgeteilt. Die US-amerikanische Bürgerrechtsorganisation EFF (Electronic Frontier Foundation) sieht darin eine Täuschung des Kunden. Ein Mitglied des EFF sagt zum Magazin «Motherboard»: «Durch den Missbrauch des Update-Mechanismus gefährdet Epson die Sicherheit von uns allen.»

Sollte man sich aufgrund der teureren Tintenpatronen gegen ein Update entscheiden, bleiben die Sicherheitsmängel bestehen. Dies sorgt besonders bei Druckern mit einem Anschluss ans Heimnetzwerk für Sicherheitslücken.

Die EFF ruft nun Betroffene aus verschiedenen Bundesstaaten auf, sich bei ihr zu melden und Beschwerde bei der Bundesanwaltschaft einzureichen. Ob das Engagement von Erfolg gekrönt ist, bleibt unklar.

Auf Twitter melden sich immer mehr Nutzer und kritisieren die japanische Firma. Besonders die Ethik wird angeprangert. Ein User schreibt: «Sucht jemand noch einen Drucker? Kauft keinen von Epson. Es gibt viel mehr Unternehmen mit einer besseren Ethik.»

Ein anderer User äussert sich wie folgt: «Wer Epson kauft hat es nicht anders verdient.»

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