New York - Epstein-Komplizin Ghislaine Maxwell verkümmert in ihrer Zelle
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New YorkEpstein-Komplizin Ghislaine Maxwell verkümmert in ihrer Zelle

Nicht einmal mehr ihre Toilette spüle die inhaftierte Ghislaine Maxwell, ist in einem Bericht eines New Yorker Gerichts zu lesen. Ihr Anwalt hält die Meldung für den Versuch, seine Mandantin blosszustellen.

von
Patrick McEvily
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Gegen Ghislaine Maxwell soll im Juli der Prozess beginnen. 

Gegen Ghislaine Maxwell soll im Juli der Prozess beginnen.

REUTERS
Zurzeit sitzt sie im Metropolitan Detention Center im New Yorker Stadtteil Brooklyn.

Zurzeit sitzt sie im Metropolitan Detention Center im New Yorker Stadtteil Brooklyn.

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Maxwell war die Exfreundin und dann Vertraute von Jeffrey Epstein. Der Geschäftsmann wurde unter anderem wegen Vergewaltigung Minderjähriger und Anstiftung zu Prostitution angeklagt und nahm sich letztes Jahr im Gefängnis das Leben.

Maxwell war die Exfreundin und dann Vertraute von Jeffrey Epstein. Der Geschäftsmann wurde unter anderem wegen Vergewaltigung Minderjähriger und Anstiftung zu Prostitution angeklagt und nahm sich letztes Jahr im Gefängnis das Leben.

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Darum gehts

  • Ghislaine Maxwell, der Ex-Partnerin von Jeffrey Epstein, geht es im Gefängnis offenbar gar nicht gut.

  • Laut Berichten spüle sie nicht einmal mehr ihre Toilette.

  • Ihr Anwalt kontert, dass die New Yorker Behörden seine Mandantin in dreckigen Zuständen verkümmern lassen würden.

Der ehemaligen Partnerin und verdächtigten Komplizin von Jeffrey Epstein, Ghislaine Maxwell, geht es offenbar nicht gut. Die Behörden in Manhattan beschäftigten sich mit dem Zustand der 59-Jährigen. Laut Dokumenten soll sie nicht einmal mehr ihre Toilette spülen. Dies, obwohl sie mehrfach von den Gefängniswärtern dazu aufgefordert worden sei, ihre Zelle zu reinigen.

Maxwell sitzt zurzeit in einem New Yorker Untersuchungsgefängnis. Ihr wird die Beteiligung am sexuellen Missbrauch von Minderjährigen vorgeworfen. Dabei soll sie ihren Partner Jeffrey Epstein unterstützt haben. Maxwell war im 2. Juli 2020 in Haft genommen worden, nachdem sie zuvor in einem abgelegenen Anwesen im US-Bundesstaat New Hampshire untergetaucht war.

Maxwells Anwalt kritisiert Zustände im Gefängnis

Ob Maxwell aus Protest handle oder weil es ihr so schlecht geht, ist aus den Dokumenten nicht ersichtlich. Gegenüber Reuters erklärt ihr Anwalt, man versuche seine Mandantin öffentlich zu blamieren. Schuld am Zustand der Zelle seien die Behörden. Diese zwingen die Insassin sogar, dreckiges Wasser zu trinken. Ausserdem spüle Maxwell sehr wohl, nachdem sie die Toilette aufgesucht habe. Sie tue dies allerdings aus Gründen der Privatsphäre nicht in ihrer Einzelzelle, sondern in der benachbarten Gemeinschaftstoilette. Von dort kämen auch die üblen Gerüche. Maxwell hatte bereits im Februar über Folterungen im Gefängnis geklagt.

Maxwells Ex-Partner Jeffrey Epstein war im Sommer 2019 wegen des Verdachts, Minderjährige missbraucht zu haben, verhaftet worden. Kurz darauf fanden Wärtern den toten Epstein in seiner Zelle. Laut dem Obduktionsbericht hatte er sich mit Bettwäsche erhängt. Um seinen Tod existieren aber weiter viele Gerüchte und Theorien. Maxwell selbst streitet die Vorwürfe gegen sie ab.

Der Skandal um den Financier Epstein hat weite Kreise gezogen – sogar bis ins britische Königshaus. Der jüngste Sohn der Queen, Prinz Andrew, war mit dem Milliardär befreundet. Zusammen sollen Maxwell und Epstein Minderjährige zum Sex gezwungen haben.

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Hier findest du Hilfe:

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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