Vergeltungsaktion: Epsteins Ex-Freundin Maxwell meldet Misshandlung im Gefängnis
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VergeltungsaktionEpsteins Ex-Freundin Maxwell meldet Misshandlung im Gefängnis

Die angeklagte frühere Freundin des Finanziers Jeffrey Epstein, Ghislaine Maxwell, hat einer Gefängnisaufsicht körperliche Misshandlung vorgeworfen.

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Gegen Ghislaine Maxwell soll im Juli der Prozess beginnen. 

Gegen Ghislaine Maxwell soll im Juli der Prozess beginnen.

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Sie ist die Ex-Freundin von Jeffrey Epstein.

Sie ist die Ex-Freundin von Jeffrey Epstein.

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Maxwell hat sich nicht schuldig bekannt.

Maxwell hat sich nicht schuldig bekannt.

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Der Missbrauch habe sich vor kurzem im Metropolitan Detention Center in New York ereignet, teilte Ghislaine Maxwells Anwältin Bobbi Sternheim am Dienstag der Richterseite in einem Brief mit. Damals sei die 59-Jährige in ihrer Einzelzelle abgetastet worden. Maxwell habe darum gebeten, dass bei der Untersuchung eine Kamera eingesetzt werde, das sei aber abgelehnt worden.

«Als Frau Maxwell in Schmerzen zurückwich und als sie sagte, dass sie die Misshandlung melden werde, wurde ihr mit disziplinarischen Massnahmen gedroht», schrieb Sternheim. Einige Tage später sei gegen Maxwell eine Vergeltungsaktion unternommen worden, weil sie die Misshandlung angezeigt habe. Maxwell habe in einer Dusche die Wände mit einem Besen schrubben müssen, teilte Sternheim mit.

Gegen Maxwell soll im Juli ein Prozess wegen mutmasslicher Rekrutierung von drei Mädchen im Teenageralter für den sexuellen Missbrauch durch Epstein beginnen. Ihr wird auch zur Last gelegt, bei Aussagen in einem Zivilverfahren 2016 Meineid begangen zu haben. Maxwell hat sich nicht schuldig bekannt. Sie befindet sich seit Juli 2020 im Gewahrsam.

(DPA/dmo)

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