Orpund: Gemeindehaus mit Blut beschmiert

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Orpund BEBlutbeschmiertes Gemeindehaus – «es liegt auf der Hand, dass wir den Täter kennen»

Die Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung fühlten sich nicht mehr sicher. Nun steht ein Wachmann vor dem Gebäude. Grund: Eine wütende Person, die die Mitarbeitenden terrorisiert.

von
Zoé Stoller
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Die Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung Orpund werden seit einiger Zeit von einem Bewohner bedroht.

Die Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung Orpund werden seit einiger Zeit von einem Bewohner bedroht.

20min/Matthias Spicher
Erst waren es Drohbriefe, die die Mitarbeitenden immer häufiger erreichten, dann zerschlug er die Briefkästen der Gemeindeverwaltung.

Erst waren es Drohbriefe, die die Mitarbeitenden immer häufiger erreichten, dann zerschlug er die Briefkästen der Gemeindeverwaltung.

20min/Matthias Spicher
Ausserdem zerstörte er die gläsernen Schaukästen und schmierte Blut an die Fassade des Gemeindehauses.

Ausserdem zerstörte er die gläsernen Schaukästen und schmierte Blut an die Fassade des Gemeindehauses.

20min/Matthias Spicher

Darum gehts

Das Orpunder Gemeindehaus braucht den Schutz eines Sicherheitsmannes. Grund dafür ist ein wütender Dorfbewohner, der die Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung terrorisiert. Erst waren es immer häufiger eintreffende Drohbriefe, die mit der Zeit immer aggressiver wurden, dann griff der Täter zu drastischeren Massnahmen.

Der Täter zerschlug Briefkästen und die gläsernen Schaukästen, und schmierte dann Blut an die Fassade der Gemeindeverwaltung, wie das «Bieler Tagblatt» berichtet. Da der Vandale die Drohbriefe mit seinem Namen unterzeichnete, konnte er bei der Polizei angezeigt werden. Ausserdem hat er nun Haus- und Rayonverbot.

«Seit Montag haben wir nun in und um unser Gemeindehaus jemanden vom Sicherheitsdienst, der für die Sicherheit der Mitarbeitenden und Kunden sorgt. So fühlen sich diese bei der Arbeit wohler. Schliesslich weiss man nicht, wie ernst seine Drohungen zu nehmen sind und wozu der Täter fähig ist», sagt ein Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung Orpund zu 20 Minuten, der aus Sicherheitsgründen nicht namentlich genannt werden möchte. Genaue Gründe kann der Mitarbeiter wegen der laufenden Ermittlungen nicht nennen, sagt aber: «Er war mit den Dienstleistungen der Gemeinde nicht einverstanden.» 

Dorfbewohner spekulieren, wer der Täter sein könnte

In den Orpunder Restaurants wird eifrig diskutiert, wer der Täter sein könnte. «Das hier ist ein kleines Dorf. Hier kennt man jeden. Da liegt es auf der Hand, dass wir auch den Täter kennen», sagt ein Bewohner zu 20 Minuten.

Eine weitere Bewohnerin sagt: «Ich war richtig schockiert, als ich davon gehört habe. Die Leute auf der Gemeinde sind so lieb und machen ihren Job super. Sie haben das wirklich nicht verdient.» Sie hoffe von ganzem Herzen, dass der Täter bald gefasst werde. Der Besitzer eines Restaurants sagt: «Die Leute reden darüber und mutmassen, wer es gewesen sein könnte.» Angst hätten die Gäste jedoch weniger. «Sie machen sich einfach Sorgen um die Mitarbeitenden der Gemeinde.» 

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