18.09.2018 21:46

820 BewerberEr entscheidet, wer nun zum E-Sport-Profi wird

820 Bewerber wollen mithilfe der PostFinance zu E-Sportlern werden. Nun bestimmt der Coach, wer 2019 mitspielen darf.

von
tob

Im Jahr 2019 drillt die PostFinance fünf «League of Legends»-Spieler (siehe Box) zu Profis: Die Auserkorenen werden ein Jahr lang gecoacht, und sie erhalten einen Lohn. Als Team sollen sich die fünf im nationalen und europäischen Wettbewerb platzieren.

Die Bewerbungsfrist ist zu Ende – und nun ist klar: Das Projekt stösst auf riesiges Interesse. «Wir waren uns sicher, dass in der Schweiz ein Bedürfnis für ein Profi-Team besteht. Dass wir 820 Anmeldungen erhalten würden, kam aber unerwartet», sagt Ladina von Allmen, Projektleiterin Brand Experience bei PostFinance. Die erste Anmeldung ging nach elf Minuten ein, der jüngste Teilnehmer ist 13 Jahre alt. Rund 90 Prozent der Bewerber wohnen in der Schweiz. «Es gab aber Anmeldungen von allen Kontinenten.»

Coach prüfte jeden Bewerber

Bei der Team-Zusammensetzung lege man den Fokus auf Schweizer Spieler, so von Allmen. Von einem Profi, der schon internationale Erfahrungen hat, könnten die hiesigen Spieler aber ebenfalls profitieren.

Unterrichtet wird das Team im nächsten Jahr vom erfahrenen Trainer Nicholas «NicoThePico» Korsgård. Der 26-Jährige hat sich die Unterlagen aller Bewerber persönlich angeschaut – und eine Vorauswahl getroffen.

Mittlerweile sind noch zwischen 30 und 50 Spieler im Rennen. Diese werden nun genauer geprüft. In den nächsten zwei Monaten soll das Team stehen. Die Gewinner werden 2019 zusammen in einer WG leben. Wo in der Schweiz genau dies sein wird, ist noch unklar.

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Das Videospiel «League of Legends», kurz «LoL» wird monatlich von weltweit über 100 Millionen Personen gespielt. Bei Turnieren, wie hier bei der Paris Game Week, treten jeweils zwei Teams à fünf Athleten gegeneinander an. PostFinance bildet 2019 fünf Personen in der Schweiz zu Profis aus.

Das Videospiel «League of Legends», kurz «LoL» wird monatlich von weltweit über 100 Millionen Personen gespielt. Bei Turnieren, wie hier bei der Paris Game Week, treten jeweils zwei Teams à fünf Athleten gegeneinander an. PostFinance bildet 2019 fünf Personen in der Schweiz zu Profis aus.

Getty Images/Chesnot
Einfach ein bisschen spielen? Das hat mit E-Sport nichts zu tun. «E-Sport ist absolut vergleichbar mit regulärem Sport. Nur wer Ausdauer, Disziplin und ein professionelles Umfeld hat, kann an der Spitze mitspielen», sagt Thomas Zimmermann, Leiter Brand Experience bei PostFinance.

Einfach ein bisschen spielen? Das hat mit E-Sport nichts zu tun. «E-Sport ist absolut vergleichbar mit regulärem Sport. Nur wer Ausdauer, Disziplin und ein professionelles Umfeld hat, kann an der Spitze mitspielen», sagt Thomas Zimmermann, Leiter Brand Experience bei PostFinance.

Getty Images/tom Jenkins
Die fünf Gewinner des PostFinance-Projekts werden ein Jahr lang von einem erfahrenen Coach trainiert. Sie leben dabei zusammen in einer Gamer-WG.

Die fünf Gewinner des PostFinance-Projekts werden ein Jahr lang von einem erfahrenen Coach trainiert. Sie leben dabei zusammen in einer Gamer-WG.

iStock/Branimir76

Was ist «League of Legends»?

Das Videospiel «League of Legends», kurz «LoL» wurde im Jahr 2009 von Riot Games veröffentlicht. Es fällt in die Kategorie der sogenannten Multiplayer Online Battle Arena (Moba). Im Game treten zwei Teams à je fünf Spieler gegeneinander in einer Arena an. Sie starten jeweils bei ihrem Gebäude – Nexus genannt. Ziel ist es den gegnerischen Nexus zu zerstören. Den Teams stehen eine Fülle von Spielfiguren mit individuellen Eigenschaften zur Auswahl. Monatlich wird «LoL» weltweit von über 100 Millionen Gamern gespielt.

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