Wettbewerb gewonnen: Er hat bald ein Skigebiet für sich allein
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Wettbewerb gewonnenEr hat bald ein Skigebiet für sich allein

Thomas (41) und seine Freunde dürfen 24 Stunden lang ein Skigebiet exklusiv in Beschlag nehmen – inklusive Après-Ski, Royal-Suite und Nacht-Skifahren.

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Thomas Frei hat diesen Winter ein Skigebiet zwei Tage lang allein für sich und seine Freunde.

Thomas Frei hat diesen Winter ein Skigebiet zwei Tage lang allein für sich und seine Freunde.

20 Minuten
Das Skigebiet Fideriser Heuberge im Prättigau GR hat sich selbst verlost. Frei kann das ganze Skigebiet exklusiv für sich nutzen: von Pisten über Schlittelwege bis hin zu den Restaurants. Zudem darf er bis zu 999 Freunde einladen.

Das Skigebiet Fideriser Heuberge im Prättigau GR hat sich selbst verlost. Frei kann das ganze Skigebiet exklusiv für sich nutzen: von Pisten über Schlittelwege bis hin zu den Restaurants. Zudem darf er bis zu 999 Freunde einladen.

Heuberge AG
«Meines Wissens gab es das in der Schweiz noch nie. Wir wollen etwas Spezielles bieten, das auf unser Gebiet zugeschnitten ist», sagt Henrik Vetsch, Geschäftsleiter der Heuberge AG.

«Meines Wissens gab es das in der Schweiz noch nie. Wir wollen etwas Spezielles bieten, das auf unser Gebiet zugeschnitten ist», sagt Henrik Vetsch, Geschäftsleiter der Heuberge AG.

Heuberge AG

Um mehr Gäste anzulocken, haben sich die Verantwortlichen des Skigebiets Fideriser Heuberge im Prättigau etwas Spezielles ausgedacht: Bei einem Wettbewerb konnte man gleich das ganze Skigebiet gewinnen – für 24 Stunden (20 Minuten berichtete). Mehrere Tausend Personen nahmen teil, einer gewann: Marketingleiter Thomas Frei (41) aus Zürich. Doch beinahe wäre es zu einer Verwechslung gekommen.

«Eine Dame rief mich kurz vor Mitternacht an Silvester an und sagte, ich hätte gewonnen», sagt Frei zu 20 Minuten. «Dann sagte eine Stimme im Hintergrund: ‹Halt, es gibt zwei Thomas Frei auf unserer Liste.› Die Frau entschuldigte sich und legte auf. Ich war zu der Zeit nicht mehr ganz nüchtern und dachte, da will mich jemand reinlegen.» Doch dann habe sich die Frau nochmals gemeldet und bestätigt, dass er der richtige Thomas Frei sei.

Gratis-Übernachtung für 222 Personen

Nun trommelt der Zürcher seine Freunde zusammen. Er darf 222 Personen mitnehmen, die im Skigebiet übernachten. Am nächsten Tag können weitere 777 Personen einen Skipass lösen. Unterkunft und Skipass werden bezahlt, Anfahrt und Verpflegung muss jeder selbst berappen. Am 13. und 14. Januar, ein Sonntag und ein Montag, geht es auf den Berg.

«Ich habe schon etwa 50 Zusagen, trotz der sehr kurzen Frist und der Tatsache, dass einer der Tage ein Arbeitstag ist», erzählt Frei. Erst habe er Familie und Freunde eingeladen, nun hätten seine Frau und er den Kreis der Eingeladenen auch auf Bürokollegen erweitert. Frei freut sich schon auf den Event: «Ein Berg nur für mich und meine Freunde – das wird ein einmaliges Erlebnis.»

«Die Wirkung der Aktion verpufft wohl schnell»

Das kleine Skigebiet Fideriser Heuberge bietet neben 15 km Skipiste auch eine 12 Kilometer lange Schlittelpiste, drei Lifte und drei Gasthäuser. Die Gäste werden am Sonntag mit einem Shuttlebus auf den Berg gefahren. Auf dem Programm stehen unter anderem Nachtskifahren auf beleuchteter Piste, Après-Ski mit Fondueplausch und Barbesuch sowie eine Nacht in der Royal-Suite für den Gewinner.

Die restlichen Teilnehmer des Wettbewerbs gehen derweil nicht leer aus. Henrik Vetsch, Geschäftsleiter der Fideriser Heuberge, sagt zu 20 Minuten: «Als König im Skigebiet hat Thomas Frei entschieden, dass alle, die nicht gewonnen haben einen Rabatt von 50 Prozent auf die Tageskarte am Montag erhalten.»

Mit der Aktion wolle man sich einem breiten Publikum präsentieren, sagte Vetsch bei der Lancierung der Aktion zu 20 Minuten. Der Tourismus-Professor Christian Laesser von der Uni St. Gallen glaubt aber nicht an einen nachhaltigen Effekt: «Die Wirkung einer solchen Aktion verpufft wahrscheinlich ziemlich schnell.» Nach kurzer Aufmerksamkeit verschwinde das Skigebiet wieder aus den Köpfen möglicher Neukunden.

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