Valon Behrami: Er ist froh, nicht mehr mit Petkovic zu arbeiten
Aktualisiert

Valon BehramiEr ist froh, nicht mehr mit Petkovic zu arbeiten

Der ehemalige Nationalspieler äussert sich über das Ende im Nationalteam und Vladimir Petkovic. Er sei ein grosser Trainer – aber als Mensch enttäuschend.

von
red
1 / 5
Valon Behrami zeigt sich am 4. Juli 2019 in seiner neuen Fussballheimat Wallis.

Valon Behrami zeigt sich am 4. Juli 2019 in seiner neuen Fussballheimat Wallis.

Keystone/Jean-Christophe Bott
Der 34-Jährige posiert mit Sportchef Barthélémy Constantin und dem Sion-Trikot.

Der 34-Jährige posiert mit Sportchef Barthélémy Constantin und dem Sion-Trikot.

kein Anbieter/Claudio de Capitani/freshfocus
Sions Königtransfer verfolgte am Tag zuvor an der Seite von Verwaltungsrat Frédéric Chassot das Testspiel gegen Eindhoven (0:0).

Sions Königtransfer verfolgte am Tag zuvor an der Seite von Verwaltungsrat Frédéric Chassot das Testspiel gegen Eindhoven (0:0).

kein Anbieter/Urs Lindt/freshfocus

Es war der unschöne Abgang einer grossen Nationalmannschaftskarriere. Vor einem Jahr informierte Trainer Vladimir Petkovic Valon Behrami darüber, dass er nach 83 Spielen nicht mehr aufgeboten wird. Drei Minuten dauerte das Telefon laut Behrami, «vielleicht drei Minuten und 20 Sekunden». So schnell ging das.

Heute ist Behramis Haltung gegenüber Petkovic klar: Ein grosser Trainer sei er zwar, sagt der 34-Jährige gegenüber dem «Blick», aber «solche Menschen will ich nicht in meinem Leben». Er habe seinen ehemaligen Trainer seit seinem Abgang nie mehr gesehen. Und teilt weiter aus: «Zum Glück muss ich nicht mit ihm arbeiten. Nicht mehr.» Petkovic habe ihn respektlos behandelt und als Mensch enttäuscht.

«Ich wollte meine Wahrheit verkünden»

Ausserdem verteidigt Behrami, der seit dieser Saison für Sion spielt, seine Reaktion auf das Gespräch. Kurz nach dem Telefon gab er ein Interview beim Tessiner Fernsehen. «Das war instinktiv. Ich wurde dafür kritisiert. Aber ich wollte meiner Enttäuschung Ausdruck verleihen und meine Wahrheit verkünden.»

Diese Enttäuschungen, die Behrami im Fussball-Business immer wieder erlebt hat, haben sich auch auf sein Privatleben ausgewirkt. «Ich habe in niemanden mehr Vertrauen. Ich bin wegen dieses Business so geworden», sagt er.

Deine Meinung