Stürmer wäre Italien-Captain: «Er ist wütend» – FCZ lässt Shootingstar Willy Gnonto nicht an die U-19-EM

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Stürmer wäre Italien-Captain«Er ist wütend» – FCZ lässt Shootingstar Willy Gnonto nicht an die U-19-EM

Italien muss an der U-19-EM auf Willy Gnonto (18) verzichten. Der Stürmer, der bereits in der A-Nationalmannschaft für Furore sorgte, erhält vom FC Zürich keine Freigabe. Ganz zum Unmut von Gnontos Vater.

von
Silvan Haenni

Erstes Tor in Italiens A-Nationalmannschaft: Gnonto bezwingt Manuel Neuer.

Video: SRF

Darum gehts

  • Willy Gnonto darf nicht mit Italien an die U-19-EM in die Slowakei reisen.

  • Der FC Zürich hat dem 18-Jährigen keine Freigabe fürs Turnier erteilt.

  • Gnontos Vater Boris tobt im italienischen Radio, der FCZ relativiert.

Am Samstag gehts los: In der Slowakei messen sich die zurzeit besten acht U-19-Mannschaften Europas. Mit dabei ist auch Italien, das um 20 Uhr gegen Rumänien ins Turnier startet. Dann nicht mit dabei ist der Captain der jungen «Azzurri», FCZ-Stürmer Willy Gnonto. Der 18-Jährige, der zuletzt mit guten Leistungen in Italiens A-Nationalmannschaft einen regelrechten Hype um seine Person ausgelöst hatte, hat vom Schweizer Meister keine Freigabe erhalten.

«Er ist noch wütender, als ich es bin», tobt sein Vater im italienischen Radio «RAI 1». Er sei sehr, sehr enttäuscht, schliesslich habe er das ganze Jahr hart für das Turnier gearbeitet. Boris Gnonto weiter: «Wir haben alle versucht, Zürich zum Zuhören zu bewegen, aber sie haben sich einfach geweigert.» Offenbar gehe es darum, den Stürmer erholt und bereit für die Champions-League-Quali Mitte Juli zu haben.

Für FCZ steht Spielerschutz im Vordergrund

«Der 18-jährige Spieler braucht nun dringend eine Pause», begründet FCZ-Präsident Ancillo Canepa den Entscheid auf Anfrage von 20 Minuten. Er habe die letzten Wochen bei der A-Nationalmannschaft verbracht, mit welcher er alle vier Nations-League-Spiele bestritt. Für den 69-Jährigen sei das erneute Aufgebot für eine Nachwuchs-Auswahl unverständlich: «Es ist gelinde gesagt verantwortungslos.»

Gut möglich aber auch, dass man in Zürich einen bevorstehenden Verkauf Gnontos nicht durch eine allfällige Verletzung gefährden will. Auch wenn Canepa dies klar verneint. Schliesslich ist es realistisch, dass der FCZ mit dem ehemaligen Inter-Junior einen zweistelligen Millionenbetrag generieren könnte. Es gibt diverse Interessenten aus Italien. Laut dem italienischen Transfer-Orakel Gianluca die Marzio soll mittlerweile aber der SC Freiburg in der Pole-Position für eine Verpflichtung stehen.

Traum-Debüt für Italien: Willy Gnonto steuert gegen Deutschland eine Vorlage bei.

Video: SRF

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