7-jähriges Genie: «Er könnte der nächste Einstein sein»
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7-jähriges Genie«Er könnte der nächste Einstein sein»

Romanieo Golphin jr. erklärt nicht nur mühelos komplizierte physikalische Zusammenhänge, sondern hat auch das absolute Gehör.

von
mlr

Der siebenjährige Romanieo Golphin jr. spielt mit Lego, isst gerne Süssigkeiten und setzt Puzzles zusammen – was Kinder in seinem Alter eben gerne so tun. Doch Romanieo ist kein normales Kind. Einige Wissenschaftler halten den Buben für den nächsten Albert Einstein.

Romanieo hat nie eine Schule besucht und wird von seinen Eltern – einem Berater der Musik-Fakultät an der Universität von North Carolina und einer Psychologin – zu Hause in Silver Spring im US-Bundesstaat Maryland unterrichtet. Es gibt Videos von ihm auf Youtube, in denen er als Dreijähriger mit seinem Vater über Teilchenphysik spricht und in denen er als Fünfjähriger ein absolutes Gehör beweist und blind jede auf dem Klavier gespielte Note benennen kann.

Romanieo spricht über Teilchenphysik (Video: YouTube/romanieo)

Romanieo beweist sein absolutes Gehör (Video: YouTube/romanieo)

Atommodelle aus Popcorn

Im November 2016 durfte der Bub auf Einladung des Experimental-Physikers Steven Goldfarb das Cern in der Schweiz besuchen und den LHC-Teilchenbeschleuniger besichtigen. Goldfarb ernannte ihn zum Cern-«Botschafter» für seine Heimatregion, in der Hoffnung, das kleine Genie werde mehr junge Leute für wissenschaftliche Experimente begeistern.

Die Wissenschaft möge er vor allem wegen der «grossen Wörter», erzählt Romanieo der «Washington Post». Begriffe wie «Cyclohexancarbonsäure» etwa seien für Erwachsene schwer – aber nicht für ihn. Sein Interesse für Physik, Chemie und andere Wissenschaften zeigte der Siebenjährige schon als Kleinkind, etwa als er aus Popcorn Atommodelle baute.

Romanieos Ausbildung lassen sich seine Eltern einiges kosten. Nicht nur stimmen sie ihre Arbeitszeiten auf den selbst erstellten Stundenplan des Jungen ab. Wann immer möglich gehen sie zudem mit ihm in Museen, in Universitätsvorlesungen oder lassen ihn Online-Tutorials schauen. Sie schätzen die monatlichen Kosten des individuellen Unterrichts auf umgerechnet rund 1000 Franken. Allein die Reise in die Schweiz habe 11'000 Franken gekostet – eine Summe, die sie nur dank Spenden zusammenkratzen konnten.

Zukünftiger Wissenschaftler oder Künstler?

In einer Vorlesung an der Universität von North Carolina traf der Bub auf den Chemieprofessor Brian Hogan. Dieser attestiert Romanieo ein aussergewöhnliches Gedächtnis, das in der Lage sei, Probleme zu lösen. «Er könnte der nächste Einstein sein», zitiert die «Washington Post» den Chemiker.

Ob Romanieo allerdings Wissenschaftler wird oder doch eher Musiker oder Künstler, steht völlig in den Sternen. Sein Vater unterrichtet ihn nämlich nicht nur in Physik, sondern ebenso in bildender Kunst, klassischer Musik und Oper. Derzeit gelte sein Interesse vor allem der Gitarre. «Er spielt ein bisschen Bluegrass, ein bisschen Country, ein bisschen Rock», sagt der Vater.

Chemieprofessor Brian Hogan und Romanieo Jr. (Video: YouTube/romanieo)

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