Deutsche mögen Xhaka: «Er kommt gut an - wie alle Schweizer»
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Deutsche mögen Xhaka«Er kommt gut an - wie alle Schweizer»

Nach dem Bundesliga-Auftakt wird der Schweizer Granit Xhaka in Deutschland gelobt. Dem 19-jährigen Mittelfeldspieler wird eine grosse Karriere prophezeit.

von
ivb
Granit Xhaka war beim Bundesliga-Auftakt an beiden Gladbach-Toren beteiligt.

Granit Xhaka war beim Bundesliga-Auftakt an beiden Gladbach-Toren beteiligt.

Zum Auftakt der Bundesliga gewinnt Borussia Mönchengladbach gegen die TSG 1899 Hoffenheim 2:1. Der Schweizer Granit Xhaka hatte am erfolgreichen Start der Gladbacher einen massgeblichen Anteil. Der 19-Jährige war an beiden Toren beteiligt.

Nach seinem ersten Bundesligaspiel loben die Deutschen Medien den «Einsatz und Willen» Xhakas. Zudem habe er sich gegenüber dem Hinspiel in der Champions-League-Qualifikation gegen Dynamo Kiew stark verbessert. Gegen Kiew mussten die Gladbacher eine 1:3-Klatsche einstecken. Ein Gegentreffer leitete der Schweizer Nationalspieler mit einem Fehlpass ein. Dafür gab es Kritik. Auch von Trainer Lucien Favre.

Dieser weiss zwar vom Potenzial seines Jungstars, bleibt aber zurückhaltend, wenn er über seinen Wunschtransfer spricht: «Er muss noch viel lernen, er macht noch zu viele Fehler», so Favre nach dem ersten Saisonspiel. Das weiss Xhaka aber auch selber: «Wenn ich perfekt wäre, wäre ich heute schon bei Barcelona. Ich bin zu Borussia gekommen, um mich weiterzuentwickeln. Auch mir passieren Fehler.»

Er hat das Zeug zum Chef

Die Journalisten teilen diese Meinung. Karsten Kellermann, der für die Rheinische Post nach dem Spiel gegen Hoffenheim ein Interview mit Xhaka geführt hat, meint gegenüber 20 Minuten Online: Er ist zwar ein toller Spieler, hat aber noch viel Arbeit vor sich.» Er sei ein sehr dynamischer Spieler, aber die Automatismen in der Mannschaft fuktionieren noch nicht.

Xhaka hat selber gesagt, dass er der Chef auf dem Platz sein will. Das wird in Mönchengladbach auch von ihm gefordert, da er ja mit 8,5 Millionen Euro nicht gerade ein Schnäppchen war. Kellermann traut dem jungen Schweizer diese Rolle zu. «Er hat das Potenzial zum Chef, weil er sehr aktiv ist und Bälle fordert. Er ist auch eine sehr offene und selbstbewusste Person. Doch er muss geduldig sein. «Er sei manchmal zu sehr engagiert und müsse daher «aufpassen, dass sein Engagement nicht in Übereifer umschlägt.»

Botschafter für die Schweiz

Wenn er perfekt wäre, würde er bei Barcelona spielen, meint Xhaka. Hat der Junge denn das Zeug dazu? «Er ist noch sehr jung, aber er hat viel Potenzial. Wenn er dieses richtig ausarbeitet, hat er eine grosse Karriere vor sich», meint Kellermann.

Xhaka muss noch an sich arbeiten, befindet sich aber auf dem richtigen Weg zum Schlüsselspieler der Gladbacher. Als guter Botschafter für die Schweiz wirkt er aber schon jetzt. «Er hinterlässt einen positiven Eindruck. Er kommt gut an, wie alle Schweizer die je in Mönchengladbach gearbeitet haben», meint Kellermann zum Schluss.

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