Aktualisiert 08.12.2008 18:55

Mörgeli-Unfall«Er konnte sich nicht mehr selbst aufrichten»

Ralf Scharadein, Kommandant der Feuerwehr Stäfa, war bei der Bergung von Christoph Mörgeli im Einsatz. Der Nationalrat befand sich in Schieflage auf dem Beifahrersitz, als er ihn angetroffen habe. Aber er habe gefasst gewirkt.

Herr Scharadein, Sie waren einer der ersten am Unfallort. Wie haben Sie Herrn Mörgeli angetroffen?

Ralf Scharadein: Ich habe ihn erst gar nicht gesehen. Der Verunfallte lag mit seinem Oberkörper horizontal auf dem Beifahrersitz. Er konnte sich nicht mehr selber aufrichten. Aber er war immer ansprechbar.

Wie wirkte Herr Mörgeli auf Sie?

Er teilte uns mit, dass er kein Gefühl in den Beinen hat. Da liegt der Verdacht natürlich nahe, dass es sich um eine Rückenverletzung handeln könnte. Deshalb haben wir sofort die Rega gerufen. Aber Herr Mörgeli wirkte auf mich sehr gefasst.

Wie lange dauerte die Bergung?

Rund 20 Minuten. Die Bergung erfolgte unter grösster Vorsicht. Alles in allem war es ein normaler Rettungsablauf.

Haben Sie bei Herrn Mörgeli andere Verletzungen festgestellt? Hatte Herr Mörgeli auch offene Wunden?

Das weiss ich nicht. Die Ärzte haben die Betreuung übernommen.

Verdacht auf Querschnittlähmung?

Bei Gefühllosigkeit in den Beinen muss nicht unbedingt vom Schlimmsten ausgegangen werden. Dies könnte auch durch einen Schock oder längeres Liegen in einer falschen Position ausgelöst worden sein. Oder es hat sich tatsächlich ein Wirbel leicht verschoben, ohne dabei bleibende Schäden zu verursachen. Die Gefahr ist aber gross, dass eine Querschnittlähmung vorliegt, sagt ein Mediziner. Klar ist, dass bei Christoph Mörgeli nun eine Reihe von Untersuchungen anstehen, um diese Fragen zu klären.

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