Katar 2022: Skandal-Schiri pfeift Belgien gegen Kanada

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Katar 2022Zu früh abgepfiffen – dieser Skandal-Schiri leitet heute ein WM-Spiel

Im Januar machte der Schiedsrichter Janny Sikazwe weltweit Schlagzeilen, weil er eine Partie am Afrika Cup zu früh beendete. Nun wird der Sambier am Mittwoch die Partie zwischen Belgien und Kanada pfeifen. 

von
Dominik Mani
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An der WM 2018 in Russland leitete Janny Sikazwe zwei Partien.

An der WM 2018 in Russland leitete Janny Sikazwe zwei Partien.

imago/Newspix
2016 pfiff Sikazwe bei der Club-Weltmeisterschaft die Partie zwischen Real Madrid und den Kashima Antlers.

2016 pfiff Sikazwe bei der Club-Weltmeisterschaft die Partie zwischen Real Madrid und den Kashima Antlers.

imago/AFLOSPORT

Darum gehts

Am Mittwoch greift Belgien ins WM-Turnier ein. Die roten Teufel treffen in der Gruppe F auf Kanada. Schiedsrichter dieser Partie wird Janny Sikazwe aus Sambia sein. Diese Ernennung ist deshalb bemerkenswert, weil der 43-Jährige eine gut gefüllte Skandal-Akte hat. Beim Afrika Cup vor Jahresfrist sorgte Sikazwe für Aufsehen, weil er das Spiel zwischen Tunesien und Mali gleich zweimal zu früh abpfiff.

Bereits in der 85. Minute beendete der hauptberufliche Lehrer die Partie. Nachdem er auf seinen Fehler aufmerksam gemacht wurde, pfiff er das Spiel nochmals an. Nur um es dann mit nur noch 17 Sekunden auf der Uhr wieder abzupfeifen. Auch auf Nachspielzeit verzichtete Sikazwe, trotz Toren, VAR-Checks, einer Roten Karte und zwei Penaltys. Der grosse Nutzniesser dieses Malheurs war Mali. Die Westafrikaner gewannen das Spiel mit 1:0. Bei Untersuchungen nach dem Spiel kam heraus, dass Sikazwe während der Partie einen Hitzeschlag erlitten haben soll. 

2018 wegen Korruptionsverdacht suspendiert

Die Hitze ist auch in Katar ein allgegenwärtiges Thema. Bleibt zu hoffen, dass der 43-Jährige dieses Mal besser damit umgehen kann.  Für Sikazwe wird es am Mittwoch nicht der erste Einsatz an einer WM sein. Bereits 2018 arbitrierte der Mann aus Sambia zwei Spiele an der WM in Russland. Die Spiele Belgien gegen Panama und Japan gegen Polen verliefen ohne grosse Zwischenfälle. Im gleichen Jahr wurde der Schiedsrichter aber wegen Korruptionsverdachts nach einem Spiel der afrikanischen Champions League suspendiert. Auf Grund von fehlenden Beweisen wurde die Suspendierung vom afrikanischen Kontinentalverbandes CAF aber wieder aufgehoben. 

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