Aktualisiert 18.04.2020 19:00

Shiffrin spricht über Todesfall

«Er sah nicht mehr aus wie mein Vater»

Ski-Dominatorin Mikaela Shiffrin wird von den Erinnerungen an ihren verstorbenen Vater immer wieder überwältigt. Trotzdem kann sie jetzt mit Vorfreude auf den Weltcup blicken.

von
dpa/lai
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Mikaela Shiffrin hat erstmals von den letzten Momenten mit ihrem Vater erzählt.

Mikaela Shiffrin hat erstmals von den letzten Momenten mit ihrem Vater erzählt.

epa/Christian Bruna
Jeff Shiffrin, der Vater des Ski-Superstars, verstarb Anfang Februar völlig überraschend.

Jeff Shiffrin, der Vater des Ski-Superstars, verstarb Anfang Februar völlig überraschend.

Getty Images/Mitchell Gunn
Ehefrau Eileen und er unterstützten die Ski-Karriere ihrer Tochter seit Jahren und begleiteten die heute 25-Jährige auf ihren Reisen.

Ehefrau Eileen und er unterstützten die Ski-Karriere ihrer Tochter seit Jahren und begleiteten die heute 25-Jährige auf ihren Reisen.

Getty Images/tom Pennington

Ski-Dominatorin Mikaela Shiffrin hat in einem Interview mit «CNN» erstmals von den letzten Momenten gemeinsam mit ihrem Vater erzählt. Die 25-jährige Weltmeisterin und Olympiasiegerin hatte ihren Papa Jeff im Februar nach einem häuslichen Unfall verloren.

Kurz vor seinem Tod konnte Shiffrin noch einige Zeit mit ihm verbringen. «Er sah nicht mehr aus wie er selbst. Aber ich konnte ihn noch fühlen. Daran denke ich viel», sagte Shiffrin mit Tränen in den Augen und brüchiger Stimme.

Es gebe Momente, da sei sie immer noch sehr traurig. «Und dann gibt es andere Momente ... wenn sich zum Beispiel die Garagentür schliesst, weil jemand rausgeht und etwas holt. Und wenn man das hört, denkt man ganz kurz: Oh, Dad ist von der Arbeit zurück», erzählte Shiffrin.

Die Amerikanerin hatte wegen des Trauerfalls mehrere Rennen dieses Jahres ausgelassen und ihren Sieg in der Gesamtwertung daher nicht verteidigt. Zudem wurde das Saisonfinale wegen der Corona-Krise abgesagt. Die grosse Kristallkugel holte so Federica Brignone aus Italien.

«So nahe, dass es manchmal weh tut»

Nach emotional schwierigen Wochen sehnt Shiffrin die Rückkehr auf Schnee herbei. «Meine Motivation steigt wieder», sagte sie. «Ich warte auf Sölden, auf die ersten Rennen.» In Tirol ist für Oktober der traditionelle Saisonstart geplant. «Da will ich hin, das würde sich auch mein Dad wünschen», ergänzte die Wintersportlerin. «Am Berg bin ich ihm nahe – so nahe, dass es manchmal weh tut.»

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