St. Gallen: «Er schrie ‹Terror› und stahl Chewbacca»
Aktualisiert

St. Gallen«Er schrie ‹Terror› und stahl Chewbacca»

Am Montag ist ein maskierter Mann ins Coiffure-X-Geschäft in St. Gallen gestürmt. Sein Ziel: Der Deko-Chewbacca aus dem Schaufenster.

von
taw/nab
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Ein maskierter Mann mit Kapuze sei am Montagnachmittag plötzlich in sein Coiffeurgeschäft an der Poststrasse gestürmt, erzählt Inhaber Ivan Herb. Dann sei er zum Schaufenster gerannt und habe die etwa 1,95 Meter grosse Kartonfigur von Chewbacca mitgenommen.

Ein maskierter Mann mit Kapuze sei am Montagnachmittag plötzlich in sein Coiffeurgeschäft an der Poststrasse gestürmt, erzählt Inhaber Ivan Herb. Dann sei er zum Schaufenster gerannt und habe die etwa 1,95 Meter grosse Kartonfigur von Chewbacca mitgenommen.

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Zudem habe er einen Zettel hingeworfen. Darauf stand sinngemäss und in gebrochenem Deutsch: Hallo, ihr haltet die Schutzrichtlinien nicht ein, daher muss ich ihn befreien, weil er das Stockholmsyndrom hat.»

Zudem habe er einen Zettel hingeworfen. Darauf stand sinngemäss und in gebrochenem Deutsch: Hallo, ihr haltet die Schutzrichtlinien nicht ein, daher muss ich ihn befreien, weil er das Stockholmsyndrom hat.»

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Chewbacca, der legendäre Wookiee-Krieger, wurde durch «Star Wars» bekannt. Dieser war ein Teil einer Kerngruppe von Rebellen, die die Freiheit der Galaxie wiederherstellten.

Chewbacca, der legendäre Wookiee-Krieger, wurde durch «Star Wars» bekannt. Dieser war ein Teil einer Kerngruppe von Rebellen, die die Freiheit der Galaxie wiederherstellten.

Adrian Dennis

«Der maskierte Mann mit Kapuze stürmte am Montagnachmittag plötzlich in unser Coiffeurgeschäft an der Poststrasse», erzählt Inhaber Ivan Herb (53). Dann habe er «Terroranschlag» geschrien und sei zum Schaufenster gerannt. «Zu der Zeit waren zwei Mitarbeiterinnen und drei Kunden im Salon», so Herb. Die Kunden seien schon ziemlich bleich geworden.

Dann sei der Unbekannte zum Schaufenster gerannt und habe die etwa 1,95 Meter grosse Kartonfigur von Chewbacca, dem legendären Wookiee-Krieger, mitgenommen und einen Zettel hingeworfen. Darauf stand in gebrochenem Deutsch sinngemäss: «Hallo … ihr haltet die Schutzrichtlinien nicht ein, daher muss ich ihn befreien, weil er das Stockholmsyndrom hat.» Dann sei er weggerannt.

Noch nie so etwas erlebt

«Wir sind bekannt für unsere Schaufenster und lassen uns immer wieder etwas Neues einfallen», so Herb. Im gleichen Schaufenster steht noch ein zweiter Chewbacca, den wollte der Unbekannte ebenfalls mitnehmen, liess dann allerdings davon ab. Das Geschäft Coiffure X gibt es bereits seit 31 Jahren. Doch so etwas sei bisher noch nie vorgekommen. «Es gibt nichts, was es nicht gibt. Wenn das ein Scherz war, dann ein sehr schlechter. Vielleicht war es auch eine Art Mutprobe», so Herb. Die zweite Möglichkeit ist laut dem 53-Jährigen, dass es jemand war, der psychisch labil ist.

So erlebte die Coiffeuse den Vorfall

Mysteriöser Raubüberfall in Coiffeur-Salon

Nach dem Vorfall wurde die Polizei verständigt, diese bestätigt den Einsatz. Wie Sprecher Florian Schneider sagt, liegt jedoch keine Anzeige vor. So richtig ernst nehmen könne man solche Streiche nicht wirklich. Verharmlosen will er den Vorfall aber nicht: «In der heutigen Zeit ist ein solcher Streich alles andere als gescheit.»

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