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Schriftsteller Liu YongbiaoEr schrieb über Mord – und tötete wohl selber

Der chinesische Schriftsteller Liu Yongbiao brachte vor 22 Jahren offenbar vier Menschen um. Er plante, alles in seinem nächsten Buch zu beichten.

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kle

Es war wohl nicht alles Fiktion: Der bekannte chinesische Schriftsteller Liu Yongbiao ist 22 Jahre nach einem vierfachen Mord unter Tatverdacht festgenommen worden, wie die Polizei in Huzhou in der Ostprovinz Zhejiang bestätigte.

Der 53-Jährige soll die Tat gestanden haben. Als Polizisten vergangenen Freitag an seine Haustür klopften, habe der Autor gesagt: «Ich habe die ganze Zeit auf euch gewartet», zitiert ihn die Zeitung «Sixth Tone».

Yongbiao habe die Tat mit einem heute 64 Jahre alten Freund begangen, der ebenfalls festgenommen worden sei, so die Zeitung. Die beiden Männer sollen am 29. November 1995 aus Geldmangel einen Gast in einer Unterkunft ausgeraubt und getötet haben. Um das Verbrechen zu vertuschen, hätten sie auch das Besitzerpaar des Gästehauses und deren 13-jährigen Enkel erschlagen.

Autor wollte Lebensbeichte schreiben

Neue Methoden zur Analyse von Erbgut und Fingerabdrücke vom Tatort haben die Polizei nun auf ihre Spur gebracht, heisst es in der «China Daily». In einem Buch hatte Yongbiao 2010 angekündigt, einen Krimi mit dem Titel «Die schöne Autorin, die tötete» zu schreiben. Er hoffe, die Geschichte werde verfilmt: «Ich will einen Roman über eine hübsche Schriftstellerin schreiben, die viele Menschen getötet hat, aber deren Fälle ungelöst sind.»

Offenbar handelte es sich um seine eigene Geschichte. In einem Brief, den Liu Yongbiao seiner Frau schrieb, hiess es laut «China Daily»: «Ich habe 20 Jahre in Angst gelebt. Ich wusste, der Tag wird kommen.»

Der Autor hat mehrere Bücher veröffentlicht. «Das schuldige Geheimnis» hat mehrere Preise gewonnen. Ein Liebesroman von 2014 wurde zudem als 50-teilige Fernsehserie adaptiert.

(kle/sda)

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