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Federer nach der Niederlage«Er soll es geniessen. Er verdient es.»

Nach der Fünf-Satz-Niederlage im Final der US Open zeigte sich Roger Federer erstaunlich gefasst, enttäuscht, aber nicht niedergeschlagen. Für seinen Gegner fand die Weltnummer eins nur lobende Worte.

von
tog

Bereits bei der Siegerehrung auf dem Centre Court von Flushing Meadows konnte Roger Federer wieder lächeln. Zuvor hatte er in einem harten Kampf den Final der US Open in fünf Sätzen gegen den argentinischen Riesen Juan Martin Del Potro verloren. Im Unterschied zu anderen Finalniederlagen bei Grand-Slam-Turnieren wirkte Roger Federer aufgeräumt und ruhig.

«Ich weiss nicht, wieso mich diese Niederlage nicht so berührt. Vielleicht ist es die Musik am Ende. In Australien und Wimbledon wird es am Ende ganz still. Hier beginnt die Musik. Vielleicht ist es das. Ich weiss es nicht», sagte Roger Federer nach dem Spiel. «Über diese Niederlage komme ich leicht hinweg. Ich hatte meine Möglichkeiten, er spielte super und es war ein enger fünfter Satz. Ich kann das akzeptieren. Das Leben geht weiter … ich kann ja nicht alles gewinnen.»

Tatsächlich wirken Roger Federers Aussagen nicht wie hohle Worte. Er ist sich seiner Leistung bewusst – nicht nur in diesem Finalspiel, sondern hinsichtlich seines bisherigen Jahres: «Ich habe zwei Grand-Slam-Titel geholt, bei den anderen war ich im Final und verlor in fünf Sätzen. Ich kann sehr zufrieden sein – natürlich hätte ich die anderen beiden auch gerne gewonnen. Das Jahr war grossartig, ich habe geheiratet und wurde Vater, was will man mehr», sagte Federer grinsend.

Für seinen jungen Bezwinger fand Federer nur lobende Worte: «Juan Martin spielte grossartig, blieb dran und erarbeitete sich Möglichkeiten. Am Ende war er der bessere Mann. Im ersten Grand-Slam-Final gleich den ersten Sieg einzufahren ist keine einfache Sache. Grossen Respekt. Seine Leistung war phantastisch.»

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