Aktualisiert 23.09.2011 07:56

Vergewaltigungsklage

«Er soll mir ins Gesicht sagen, dass ich lüge»

Die Schriftstellerin Tristane Banon wünscht eine Gegenüberstellung mit Dominique Strauss-Kahn, dem sie versuchte Vergewaltigung vorwirft. Er spricht von «Hirngespinsten». Jetzt will sie, dass er ihr das unter vier Augen sagt.

von
jam
Das Hick-Hack um den mutmasslichen Vergewaltigungsvorwurf von Tristane Banon an Dominique Strauss-Kahn geht in eine neue Runde.

Das Hick-Hack um den mutmasslichen Vergewaltigungsvorwurf von Tristane Banon an Dominique Strauss-Kahn geht in eine neue Runde.

Tristane Banon hat in einem Interview mit der französischen Radiostation RTL bekräftigt, dass sie eine Gegenüberstellung mit Dominique Strauss-Kahn wünscht. «Er soll mir direkt ins Gesicht sagen, dass das erfundene Vorwürfe sind», sagte sie gegenüber dem Sender. Sie sei von der Polizeibehörde gefragt worden, ob sie eine solche Gegenüberstellung wünsche. «Natürlich habe ich Ja gesagt.»

Die 32-jährige französische Schriftstellerin wirft dem dreissig Jahre älteren früheren Finanzminister vor, er habe sie bei einem Interview im Jahr 2003 zu vergewaltigen versucht. «DSK» bezeichnete ihre Vorwürfe als «Hirngespinst». Banon sagte, seit sie Strauss-Kahn im Juli angezeigt habe, hätten sich mehrere Frauen bei ihr gemeldet, die er ebenfalls bedrängt habe. «Sie haben mir gesagt, dass er ihnen Gewalt angetan habe», sagte die Autorin. Aber sie seien zu ängstlich ihn anzuzeigen. «Ich verstehe, dass sie darauf keine Lust haben», sagte Banon.

Zuletzt äusserte sich Strauss-Kahn im französischen Staatsfernsehen TF1 kurz zu den Vorwürfen der Schriftstellerin, worauf diese einen Tag danach auf dem Sender Canal+ konterte.

(Video: Youtube/telegraphtv)

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