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Leser-Meinung«Er sollte nicht solche Spiele pfeifen müssen»

Der Stinkefinger des Schiedsrichters beim Spiel sorgt weiterhin für sehr emotionale Reaktionen bei Lesern und Fans. Vor allem die jetzt verhängte Strafe gegen den Referee lässt die Wogen hochschlagen.

von
oku

Im Talkback um den Stinkefinger-Ausraster Busaccas (20 Minuten Online berichtete) geht es hitzig zu. Allerdings erhält der Mann mit Pfeife seitens der Leserschaft viel Sympathien für den emotionalen Ausrutscher, wohl wissentlich, dass Schiris oftmals grossen Anfeindungen ausgesetzt sind. So schreibt beispielsweise der User Schiri: «Ich finde das man das Spiel abbrechen kann wenn ein Schiri provoziert wird dann hören solche Vorkommnisse sofort auf. Jeder Schiri weiss von was man da spricht.» Doch es gibt durchaus auch kritische Stimmen: «Da hat sich halt gegen M. Busacca über all die Jahre was aufgestaut. Warum, weiss er selbst am besten...» - dieser Meinung ist der User Primitivling.

Kein Fair-Play des Schiris

«Provokationen gehören zu diesem Sport nun mal dazu, und damit muss man rechnen», gibt sich Stefan T. noch moderat. Manch User wirft ihm gar Parteinahme vor: «Ein Schiedsrichter, der so auf Fanrufe reagiert, hat ein Problem, ist im Herzen parteiisch.» Andere können nur mit dem Kopf schütteln. Einer von ihnen ist R.K.: «Von einem Schiri der den CL-Final pfeifft, könnte man anderes erwarten. Die ganze Zeit wird von 'fair-play' gesprochen vor allem von Seiten der Schiris, also kann sich auch ein Herr Busacca daran halten!»

Wer bleibt da schon ruhig?

Für viele Fussballfans und vor allem Schiedsrichter-Kollegen, ist seine Handlung allerdings mehr als Verständlich. Hans Müller schreibt: «Herr Busacca hat Mut bewiesen und dem pöbelnden Fananhang gezeigt, was viele Leute sowieso denken. Herr Busacca sollte für diese Aktion eigentlich geadelt werden.» Und Geni Meier grätscht noch verbal in die Beine aller, die auf den Tessiner Referee schimpfen: «Ein solcher Schiri sollte nicht solche Sch...spiele in Sch...stadien pfeifen müssen.» Er stellt sich zumindest rhetorisch vor den Unparteiischen: «Hoffentlich werden Busacca jetzt nicht Schwierigkeiten gemacht.» Und Aizen legt nach: «Wieviele von euch würden ruhig bleiben wenn ihr bei der Arbeit seid und eine Horde volltrunkener, primitiver, Kleinstadtproleten euch aufs Übelste beleidigt?»

Straffrei ist nicht

Diese Hoffnung muss er beerdigen. Massimo Busacca wurde vom SFV für drei Spiele wegen zeigen des «Stinkefingers» gesperrt. Zu recht findet Sportfan und Leser Ali: «Ein profesioneller Schiedsrichter darf so etwas nicht tun, egal wie stark er provoziert wird.» Und manch ein YB-Fan dürfte Genugtuung empfinden bei der verhängten Sanktion. Zu ihnen gehört Turi Strahm: «Busacca hatte schon immer gegen YB gepfiffen. Im Zweifelsfalle immer Elfer etc nicht gegeben.» Andere können bei dieser Entscheidung nur mit dem Kopf schütteln und fordern: «Keine Strafe für den Schiri... bestraft lieber die nervenden, kreischenden und beliedigenden Fans», kommentiert zum Beispiel Mike B.

Ihre Meinung

Was sagen Sie zu dem Fall? Und was ist Ihre Meinung zur verhängten Strafe gegen den Stinkefinger Busaccas? Schreiben Sie es im Talkback.

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