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Whitney Houston und Bobby Brown«Er spuckte mich wirklich an»

Whitney Houston hatte am Tiefpunkt ihrer Abhängigkeit von Kokain und Marihuana «vergessen», dass sie eine Sängerin war. In einem tiefgründigen Interview mit Oprah Winfrey packte die Sängerin über ihre Sucht und die 14 Jahre Ehe mit Bobby Brown aus, der wiederum selbst auch im TV war.

In einem emotionalen Interview mit Oprah Winfrey, das am 14. September in den USA ausgestrahlt wurde, gestand der Musikstar das Ausmass der Drogensucht und packte über die 14 skandalösen Ehejahre mit Sänger Bobby Brown aus. Zu ihrem Kokain- und Marihuanamissbrauch sagte Houston (46): «Ich habe nicht mehr daran gedacht, dass ich gesungen habe. Ich habe diesen Teil meines Lebens total vergessen. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt so viel Geld.»

Im Detail verriet sie auch, wie sie und Bobby Brown ihr Crack in Joints rauchten: «Wir mischten das Marihuana mit Kokainbase. Wir kauften ein Kilo. Wir haben nie Pfeife geraucht. Man rollt es zusammen und raucht es mit dem Gras. Es ist fast wie ein Heroin-Kokain-Speedball, aber man entschärft es mit dem Marihuana.»

«Ich wusste, dass es gleich richtig krachen würde»

Houston, die sich 2006 von Brown trennte und ein Jahr später von ihm geschieden wurde, glaubt, ihr Ex-Mann sei eifersüchtig auf ihre Karriere nach dem weltweiten Erfolg vom Hitfilm «Bodyguard» von 1992 gewesen. Danach geriet ihre Sucht ausser Kontrolle. «Ich glaube, dass es irgendwas in einem Mann verändert, wenn eine Frau so viel Kontrolle hat und so berühmt ist. Emotional hat er mich verletzt. Körperlich niemals. Ich bin mit zwei Brüdern aufgewachsen und hätte mich mit allem, was ich hätte finden können, verteidigt», erzählt Houston aus der Skandalbeziehung der 90er Jahre. Nachdem sie einmal eine Geburtstagsparty für ihn organisiert hatte, rastete Brown wieder einmal aus.

Houston, die die 16-jährige Tochter Bobbi Kristina mit Brown hat, berichtet: «Als wir zurück nach Hause kamen, spuckte er mich an. Er spuckte mich wirklich an. Und meine Tochter kam die Treppe runter und sah es. Ich war stinksauer und sehr verletzt. Ich wusste, dass es gleich richtig krachen würde. Das war ganz schön krass. Ich bin so nicht aufgewachsen und habe nicht verstanden, wie es so weit kommen konnte - dass er so einen Hass auf mich hatte, weil ich ihn so sehr liebte.»

Brown spricht von gegenseitigem Einfluss

Bobby Brown selbst behauptet, dass er und seine Ex-Frau Whitney Houston sich in 14 Ehejahren gegenseitig zu Negativleistungen angespornt hätten. Der US-Fernsehshow «The Insider» sagte er: «Ich denke, wir haben uns gegenseitig verdorben. Ich glaube nicht, dass sie mich oder ich sie irgendwie verletzt habe. Ich denke einfach, dass wir eine 14 Jahre dauernde Ehe mit allen Höhen und Tiefen hatten, was viele nicht verstehen konnten.»

Der 40-Jährige glaubt, dass das Paar mit Koks und Marihuana zu experimentieren begann, weil in ihrer Ehe nicht alles glatt lief: «Ich denke einfach, dass ich gelangweilt war. Ich war frisch verheiratet und es ging einiges schief. Da half ich mir mit Alkohol und Drogen. Kokain ist eine starke Droge. Ich habe schrecklich viel davon genommen und kann das nicht mehr rückgängig machen.» (bang)

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