01.06.2020 10:30

Messerattacke in Zürich

«Er stach ohne Vorwarnung auf meinen Kollegen ein»

Eine Leser-Reporterin und ihre beiden Begleiter wurden in der Nacht auf Montag beim Idaplatz in Zürich angegriffen. Einer musste notoperiert werden.

von
Nadine Wozny
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Blick auf den Tatort beim Idaplatz in Zürich.

Blick auf den Tatort beim Idaplatz in Zürich.

Leser-Reporter
Die Messerattacke ereignete sich nur rund 20 Meter von der Haustür der WG entfernt.

Die Messerattacke ereignete sich nur rund 20 Meter von der Haustür der WG entfernt.

Leser-Reporter
Das Opfer wurde mit der Ambulanz ins Spital gebracht.

Das Opfer wurde mit der Ambulanz ins Spital gebracht.

KEYSTONE

Darum gehts

  • In Zürich ist ein 28-Jähriger bei einer Messerattacke verletzt worden.
  • Er musste im Spital notoperiert werden.
  • Der Vorfall ereignete sich nur rund 20 Meter vom Wohnort des Opfers entfernt.
  • Die Polizei hat einen Mann verhaftet.

«Ich hätte nie gedacht, dass uns so etwas hier in der Schweiz direkt vor der Haustür passieren kann», schildert eine Leser-Reporterin (27). Sie, ihr Freund (27) und ein Kollege (28) waren in der Nacht auf Montag gegen 0.30 Uhr auf dem Heimweg. Sie waren nur noch rund 20 Meter von der WG am Idaplatz in Zürich entfernt, als sie plötzlich auf zwei Typen trafen – einer auf dem Velo, der andere zu Fuss. Der Mann auf dem Publibike fuhr direkt in die Dreiergruppe. «Gebt mir Geld», forderte er.

Dann ging alles ganz schnell. Er zückte ein «Klappmesser» und rammte es dem 28-Jährigen «ohne Vorwarnung» in den Rücken. Dieser rannte zur Haustür, die Leser-Reporterin und ihr Freund folgten ihm.

«Sein Pulli war voller Blut»

Leser-Reporterin

Die beiden Täter blieben stehen und schauten ihren Opfern zu. «Es schien, als genossen sie es, zu sehen, wie wir in Panik nach dem Hausschlüssel suchten.» Schliesslich hätten sich die Täter langsam vom Tatort entfernt.

Im Hauseingang versuchten die Freunde des Opfers die Blutung zu stoppen und alarmierten die Rettungskräfte. «Sein Pulli war voller Blut», erzählt die Leser-Reporterin. Während sie und ihr Freund bei der Polizei aussagten, wurde der Kollege im Triemli-Spital notoperiert.

«Ich bin am Boden zerstört»

Leser-Reporterin

«Das Spital teilte uns mit, dass die Wunde sehr tief ist und die Lunge beschädigt wurde.» Der Patient sei nun glücklicherweise nicht mehr in Lebensgefahr. Ob er bleibende Schäden davontragen wird, sei noch unklar. «Ich bin am Boden zerstört», sagt die Leserin. «Wir hatten keine Chance, uns zu wehren.» Sie betont, dass es weder eine Auseinandersetzung noch einen Streit gegeben habe.

Wie die Stadtpolizei Zürich in einer Mitteilung schreibt, wurde eine Person festgenommen. Angaben zur verhafteten Person machte sie nicht. Die Polizei sucht Zeugen.

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