Aktualisiert 15.08.2019 13:25

Sohn (36) ersticht Mutter (57)

«Er tickte aus, da Maria ihn rausschmeissen wollte»

Maria B. (57) wurde am Sonntag in Rapperswil SG von ihrem Sohn C. B. erstochen. Familiäre Streitigkeiten sollen zum Drama geführt haben.

von
juu/daw
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Das Opfer Maria B. war Wirtin im örtlichen Tennisclub.

Das Opfer Maria B. war Wirtin im örtlichen Tennisclub.

Die Mitglieder des Tennisclubs trauern um die 57-Jährige.

Die Mitglieder des Tennisclubs trauern um die 57-Jährige.

Die Frau wohnte mit dem Sohn (36) zusammen.

Die Frau wohnte mit dem Sohn (36) zusammen.

«C. war eine tickende Zeitbombe. Es war nur eine Frage der Zeit, bis etwas passiert», sagt ein Freund der Familie zu 20 Minuten. Der 36-jährige C. B.* attackierte am Sonntagnachmittag seine Mutter Maria B.* bei der Bahnhofunterführung in Rapperswil SG mit einem Messer. Ihre Verletzungen waren so schwer, dass Maria, die Clubwirtin des TC Rapperswil, noch am Unfallort verstarb.

Auslöser der Tragödie sollen Familienstreitigkeiten gewesen sein: «Maria drohte C. mit dem Rausschmiss aus der gemeinsamen Wohnung. Dann ist er durchgedreht», sagt der gute Bekannte zu 20 Minuten. Es sei nicht das erste Mal, dass es bei Familie B. Streit gegeben habe: «Beide Söhne haben ein Drogenproblem. C. sogar noch etwas mehr.» Dieser habe auch harte Drogen konsumiert. «Deshalb gerieten sie immer wieder mit ihrer Mutter aneinander.»

Sohn noch immer in Lebensgefahr

C. soll zudem grosse psychische Probleme gehabt haben. Wie die Kapo St. Gallen sagt, war er auch polizeilich bekannt, aber nicht wegen Gewaltdelikten. C. wohnte mit seiner Mutter und seinem Stiefvater in einem schmucklosen Block am Rande von Jona zusammen. Gemäss einem Bekannten soll er bereits vor einigen Jahren seine Nachbarn mit einem Messer bedroht haben, weil er glaubte, dass sie über ihn sprachen, berichtet der «Blick».

C. lief nach der Tat in Richtung Technische Hochschule in Rapperswil und fügte sich dort mit dem Messer selbst schwere Verletzungen am Hals zu. Der 36-Jährige wurde festgenommen und anschliessend ins Spital gebracht.

Laut Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen, schwebt C. B. noch immer in Lebensgefahr. Das Umfeld werde nun befragt. Zur Aussage des Freundes, dass die Mutter ihrem Sohn mit dem Rausschmiss gedroht habe, äussert sich die Polizei nicht.

* Name der Redaktion bekannt

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