Erfolgreichster E-Sportler: Er verdient mit Online-Schach mehr als eine halbe Million
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Erfolgreichster E-SportlerEr verdient mit Online-Schach mehr als eine halbe Million

Neue Zahlen zu den E-Sport-Preisgeldern im Jahr 2020 zeigen: Diesmal steht kein Vollblut-Gamer an der Spitze. Stattdessen hat sich niemand geringeres als der Schachweltmeister mit Online-Schach aufs Podest gespielt.

von
Riccardo Castellano
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Schachweltmeister Magnus Carlsen gilt als der beste Spieler am Brett. 

Schachweltmeister Magnus Carlsen gilt als der beste Spieler am Brett.

imago images/Bildbyran
Der 30-Jährige steht beim Weltschachverband an der Spitze und ist in mehreren Schachvarianten der Weltmeister.

Der 30-Jährige steht beim Weltschachverband an der Spitze und ist in mehreren Schachvarianten der Weltmeister.

20min/Reto Oeschger
Der Norweger hat nun einen weiteren Titel für sich gewonnen: Bester E-Sportler im Jahr 2020.

Der Norweger hat nun einen weiteren Titel für sich gewonnen: Bester E-Sportler im Jahr 2020.

20min/Reto Oeschger

Darum gehts

  • Schach-Ikone Magnus Carlsen gilt als erfolgreichster E-Sportler letzten Jahres.

  • Gemessen an Preisgeldern hat er im 2020 über eine halbe Million abgestaubt.

  • Möglich war das unter anderem durch den Boom von Online-Schach.

  • Die klassischen E-Sport-Preisgelder erlebten ausserdem ein Tief.

Wenn Laien das Wort «E-Sport» in den Sinn kommt, denken die meisten an Shooter-Games und Strategiespiele auf der Playstation sowie Computer. Doch das kompetitive Gaming hat viele Facetten. Unser Duden beschreibt E-Sport «als im sportlichen Wettbewerb ausgeübtes Spielen am Computer». Darunter gehört also auch Online-Schach. Und dieser ist im letzten Jahr so stark gewachsen wie noch nie.

Besonders der norwegische Grossmeister im Schach, Magnus Carlsen, konnte online weiterhin profitieren. Er nahm regelmässig an Turnieren statt, die auf Chess24.com organisiert wurden. Insgesamt konnte Carlsen im letzten Jahr 510’587 Dollar einsacken. Im Vergleich zu seinen sonstigen Einnahmen in gross angelegten Schachturnieren mag die Summe schon fast spärlich erscheinen, im Angesicht der Covid-Situation ist diese jedoch ziemlich respektabel.

Vom Schachweltmeister zum E-Sportler

Doch Gesprächsstoff bietet momentan nicht das Preisgeld an sich. Magnus Carlsen ist laut einer Statistik des Wettanbieters Unikrn der bestverdienende E-Sportler. Das heisst konkret: Im letzten Jahr konnte der 30-Jährige mit seinem Gewinn internationale Teams aus bisherigen Listenführern in «League of Legends», «Counter-Strike» und «Dota 2» überbieten.

Das hat verschiedene Gründe. Durch die Pandemie erlebte der Online-Schach einen regelrechten Boom. Bekannte Profis wie Magnus Carlsen und Hikaru Nakamura konnte ihre Turniere und Partien nicht mehr in naher Zweisamkeit ausführen.

Daher wechselten die Spieler und alle ihre Sponsoren auf Plattformen wie Chess24.com und Chess.com. Die Schachprofis spielten unter anderem auch mit beliebten Streamern auf Twitch, was den Hype nochmals stärker entfachte und auch viele neue Leute zum Brettspiel brachte.

Weniger Preisgeld im Jahr 2020

Ein weiterer Grund ist die Stagnation des Preisgeldes im E-Sport letztes Jahr. Aus der Top-50-Liste der Meistverdienenden sind vier davon Schachspieler. Die klassischen Titel waren natürlich auch vertreten, jedoch wurde der Grossteil der Turniere aufgrund Covid online gespielt. Laut der Statistik führte das gesamthaft zu 80 Prozent geringeren Preisgeldern im Vergleich zu 2019.

Während die besten 50 E-Sportler im Jahr 2019 noch 55 Millionen Dollar einnahmen, waren es letztes Jahr nur noch 11 Millionen. Der Grossteil der fehlenden Preisgelder machte «Fortnite» aus, da die Weltmeisterschaft zum Battle-Royale-Spiel komplett abgesagt wurde. Den grössten Batzen brachte letztes Jahr überraschend der Taktik-Shooter «Counter-Strike: Global Offensive».

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Deine Meinung

23 Kommentare
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ChristophW

20.01.2021, 19:34

Ohh interessant.. Allerdings sind es Zahlen, die nur zu den "online Preisgeldern", die im Jahr 2020 gewonnen worden sind. Viele etablierte eSport games/brands haben seit längerem ein Profi Betrieb und Spieler werden da üblicherweise mit normalen Monatsgehältern/Jahresgehältern bezahlt. Wie man es halt kennt von klassischen Sportarten wie Fussball. Wie hoch da Siegesprämien sind, ist meist nicht öffentlich. Der Titel "Erfolgreichster E-Sportler" ist irreführend und sehr unglücklich gewählt. Da, wie im Artikel auch erwähnt wurde, nur die online Preisgelder berechnet wurden fürs Jahr 2020. So haben z.B. in League of Legends Alphari und Jensen (beide Team Liquid) dieses Jahr Rekordverträge mit mehr als einer Million/Jahr ausgehandelt. Source: Nachzulesen auf esports com. Ist im übrigen bei den Profi Ligen schon seit einigen Jahren der Fall. Wie gesagt, Artikel ist irreführend, aber trotzdem interessant.

Chess Pleb

20.01.2021, 13:18

Berichtet lieber mal über Hikaru Nakamura. Er war/ist es nämlich, der Schach als E-Sport etabliert hat. Aus meiner sicht auch die viel interessantere Persönlichkeit als Magnus Karlsen...

Heinz Hintergucker

20.01.2021, 12:59

Und auch versteuert?