Kriminalgericht Luzern – Er verging sich jahrelang an der Tochter der Partnerin – Knapp 4 Jahre Haft

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Kriminalgericht LuzernEr verging sich jahrelang an der Tochter der Partnerin – Knapp 4 Jahre Haft

Es begann bereits, als das Mädchen acht oder neun Jahre alt war. Sechs Jahre lang ging ein heute 61-Jähriger immer wieder ins Bett der Tochter seiner Partnerin und missbrauchte sie. Das Kriminalgericht hat ihn jetzt zu drei Jahren und neun Monaten Freiheitsstrafe verurteilt.

von
Gianni Walther
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Zwischen 2004 und 2010 hatte ein Mann sich mehrfach an der minderjährigen Tochter seiner damaligen Lebenspartnerin vergangen. 

Zwischen 2004 und 2010 hatte ein Mann sich mehrfach an der minderjährigen Tochter seiner damaligen Lebenspartnerin vergangen. 

Gerichte Luzern
Das Kriminalgericht verurteilt ihn zu drei Jahren und neun Monaten Freiheitsstrafe.

Das Kriminalgericht verurteilt ihn zu drei Jahren und neun Monaten Freiheitsstrafe.

Gerichte Luzern
Der Mann wird auch mit einem lebenslänglichen Tätigkeitsverbot mit Minderjährigen belegt.

Der Mann wird auch mit einem lebenslänglichen Tätigkeitsverbot mit Minderjährigen belegt.

Gerichte Luzern

Darum gehts

  • Das Kriminalgericht spricht einen Mann unter anderem wegen sexueller Handlungen mit einem Kind und mehrfacher sexueller Nötigung schuldig.

  • Er hatte sich an der minderjährigen Tochter seiner ehemaligen Lebenspartnerin vergangen.

  • Der Mann wird zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt.

Ein heute 61-jähriger Mann hatte in der Zeit zwischen 2004 und 2010 die Tochter seiner damaligen Lebenspartnerin mehrfach sexuell missbraucht. Angefangen hatten die Übergriffe im Kinderzimmer, als das Mädchen acht oder neun Jahre alt war.

Der Mann ging jeweils zu ihr ins Bett und bat sie, ihm etwas vorzulesen. «Danach kam es jeweils zu den sexuellen Übergriffen», heisst es im Urteil. Er fasste das Mädchen unter anderem im Intimbereich und an den Brüsten an. Auch seine Zunge hatte er dafür benutzt. Das Mädchen wehrte sich dagegen, indem es die Beine zusammenpresste oder versuchte, sich mit Händen und Armen vor den Berührungen des Mannes zu schützen. Er hatte darauf versucht, dem Mädchen weiszumachen, «dass die Berührungen etwas Schönes seien und sie diesbezüglich nicht verklemmt sein solle», heisst es im Urteil.

Dutzende Videos und Bilder verbotener Pornografie

Auf dem sichergestellten Computer entdeckten die Ermittler zudem verbotene Pornografie. Ein Video und über 50 Bilder von Kinderpornografie, aber auch Bilder und Videos von virtueller Kinderpornografie, sexueller Handlungen mit Tieren und Aufnahmen von Gewaltpornografie wurden gefunden.

Das Kriminalgericht sprach den Mann der mehrfachen sexuellen Handlungen mit einem Kind, der mehrfachen sexuellen Nötigung und der mehrfachen Pornografie schuldig. Neben der Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten wird der Verurteilte mit einer bedingten Geldstrafe von 21’000 Franken bestraft. Weiter wird dem Mann «ein lebenslängliches Tätigkeitsverbot für jede berufliche und jede organisierte ausserberufliche Tätigkeit angeordnet, die einen regelmässigen Kontakt zu Minderjährigen umfasst», so das Urteil. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, Berufung wurde eingelegt.

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Polizei nach Kanton

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

Agredis, Gewaltberatung von Mann zu Mann, Tel. 078 744 88 88

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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