Terror in El Paso: «Er war ein stiller Streber und sprach nur selten»
Aktualisiert

Terror in El Paso«Er war ein stiller Streber und sprach nur selten»

Patrick Crusius soll der Mann sein, der in einem amerikanischen Einkaufszentrum wahllos Menschen tötete. Das ist bisher über ihn bekannt.

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Nach den tödlichen Schüssen in der texanischen Grenzstadt El Paso ist der mutmassliche Täter Patrick Crusius formell des Mordes beschuldigt worden. (4. August 2019)

Nach den tödlichen Schüssen in der texanischen Grenzstadt El Paso ist der mutmassliche Täter Patrick Crusius formell des Mordes beschuldigt worden. (4. August 2019)

epa/Larry W. Smith
Dem 21-Jährigen drohe damit die Todesstrafe, sagte Polizeisprecher Robert Gomez am Sonntag.

Dem 21-Jährigen drohe damit die Todesstrafe, sagte Polizeisprecher Robert Gomez am Sonntag.

AP/John Locher
Die mexikanische Regierung erklärte, das Land könnte möglicherweise eine Auslieferung des 21-Jährigen wegen Terrorismusvorwürfen beantragen.

Die mexikanische Regierung erklärte, das Land könnte möglicherweise eine Auslieferung des 21-Jährigen wegen Terrorismusvorwürfen beantragen.

AP/John Locher

In einem Walmart-Einkaufszentrum im texanischen El Paso hat ein Mann am Samstagvormittag das Feuer eröffnet. Wie der Gouverneur von Texas inzwischen bestätigte, sind bei der Schiesserei mindestens 20 Menschen getötet worden. 26 wurden verletzt und in Spitäler gebracht.

Der Tatverdächtige wurde festgenommen, wie Polizeichef von El Paso, Greg Allen, sagte. Der Verdächtige sei «ein 21-jähriger weisser Mann». Bei der Verhaftung soll der Tatverdächtige keine Gegenwehr geleistet haben.

Laut CNN handelt es sich um Patrick Crusius aus Allen, Texas, etwa zehn Stunden Autofahrt vom Tatort in El Paso entfernt. Er soll aus Hass gehandelt haben - als Antwort auf die «hispanische Invasion in Texas». Hass als Motiv kann auch die Polizei nicht ausschliessen.

Wenig motiviert

Weiteren Medienberichten zufolge soll er vor der Tat ein Manifest verfasst haben. Sein Vorbild soll der Attentäter vom neuseeländischen Christchurch gewesen sein, wo im März diesen Jahres 51 Menschen erschossen wurden.

Auf seiner LinkedIn-Seite beschrieb sich Crusius als weniger motivierter Mensch, der nicht mehr als nötig machen werde. Arbeit im Allgemeinen sei ihm egal, aber er glaube, dass eine Karriere im Software-Bereich etwas für ihn sein könnte, zumal er etwa acht Stunden pro Tag vor dem Computer verbringe. Das könne als Erfahrung gewertet werden, glaubt er.

Ein ehemaliger Klassenkamerad sagt gegenüber der Sunn, dass Crusius ein «ruhiger Nerd» war. Dies bestätigen weitere Personen. Paige Ortiz ging zwei Jahre mit Crusius zur Schule: «Er war der stille, stre­ber­hafter Junge, der für sich alleine sein wollte. Er sprach nicht viel, oder zumindest nicht mit mir. »

Schusswaffenangriff mit mindestens 20 Toten in einem Einkaufszentrum in der texanischen Stadt El Paso:

Schüsse bei Walmart in El Paso

Im US-Bundesstaat Texas sind bei einem Einkaufszentrum Schüsse gefallen. Es soll mehrere Verletzte und Tote geben. Der Polizeieinsatz ist noch im Gang.
(Video: Tamedia)

(20 Minuten)

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