Nach Tötungsdelikt – In St. Gallen wird von A. A.(38) Abschied genommen
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St. Gallen «Er war liebenswürdig und voller Lebensfreude»

Der Leichnam von A. A., der in St. Gallen Opfer eines Tötungsdelikts wurde, wird in die Dominikanische Republik überführt. Freunde und Freundinnen und Verwandte haben am Samstag Abschied genommen.

von
Leo Butie
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A. A. (38) wurde am vergangenen Sonntag Opfer eines Tötungsdelikts. «Die Gefühle wechseln zwischen Trauer, Wut und Enttäuschung», sagt Claudia Rodriguez, die Schwägerin von A.

A. A. (38) wurde am vergangenen Sonntag Opfer eines Tötungsdelikts. «Die Gefühle wechseln zwischen Trauer, Wut und Enttäuschung», sagt Claudia Rodriguez, die Schwägerin von A.

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Sein Leichnam wird diese Woche in die Dominikanische Republik gebracht.

Sein Leichnam wird diese Woche in die Dominikanische Republik gebracht.

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Er sei ein liebenswürdiger und hilfsbereiter Mensch gewesen, der voller Lebensfreude war. 

Er sei ein liebenswürdiger und hilfsbereiter Mensch gewesen, der voller Lebensfreude war.

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Darum gehts

  • A. A.* wurde am Sonntag vor einer Woche Opfer eines Tötungsdelikts.

  • Er hinterlässt eine 12-jährige Tocher.

  • Vier Personen wurden im Nachhinein verhaftet.

  • Sein Leichnam wird diese Woche in die Dominikanische Republik gebracht.

  • Bekannte haben am Samstag Abschied genommen.

Am Sonntag vor einer Woche ereignete sich in den frühen Morgenstunden in St. Gallen ein Gewaltdelikt, bei dem der 38-jährige A. A.* schwer verletzt wurde. Am Dienstag erlag er seinen schweren Verletzungen im Spital. A. wurde durch einen unbekannten Gegenstand schwer im Brust- und Armbereich verletzt. Die Kantonspolizei St. Gallen verhaftete im Zuge der Ermittlungen vier Personen.

Claudia Rodriguez, Schwägerin des Opfers, war in dieser Nacht auch mit ihm unterwegs. «Es war ein ganz toller Abend», erzählt sie. Es sei erst das zweite oder dritte Mal gewesen, dass er überhaupt in St. Gallen im Ausgang war. Sie war kurz zuvor nach Hause gegangen, als sie von der Tat hörte. «Er wollte einen Streit zwischen seinem Kollegen und einem Mann schlichten, als sie brutal auf ihn losgingen», so Rodriguez.

Nun, eine Woche später, habe man den ersten Schock verdaut. Doch: «Die Gefühle wechseln noch immer zwischen Trauer, Wut und Enttäuschung», sagt seine Schwägerin. Man musste diese Woche die Überführung des Leichnams in die Dominikanische Republik arrangieren. Seine Mutter und seine 12-jährige Tochter, die er hinterlässt, empfangen ihn dort.

Ein liebenswürdiger Mensch

A. sei ein wunderbarer Mensch gewesen. «Er war sehr liebenswürdig, hilfsbereit und voller Lebensfreude», sagt Rodriguez. A., der seinen Wohnsitz in Barcelona hatte, war bei seinem Bruder in St. Margrethen SG zu Besuch. Immer wieder kam er in die Schweiz, um hier in den Ferien zu verweilen. «Alle haben ihn hier wegen seiner lieben und lustigen Art ins Herz geschlossen», erzählt Rodriguez. Sein Ziel war es, ebenfalls in die Schweiz zu ziehen, um hier ein eigenes Unternehmen aufzubauen.

Doch jetzt musste man von ihm Abschied nehmen. «In seiner Heimat wird es eine grosse Beerdigung geben, die Nachricht kam dort sogar in den Medien», so Rodriguez. Zuerst hat man sich in der Schweiz verabschiedet. Am Samstag versammelten sich rund 100 Personen beim Brunnen in der Brühlgasse, um sich an A. zu erinnern. Danach wurden weisse Ballone in den Himmel gelassen.

*Name der Redaktion bekannt.

Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Verein Regenbogen Schweiz, Hilfe für trauernde Familien

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen

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