Aktualisiert 21.05.2013 09:41

Nichts gelerntEr wollte seine Ehefrau unbedingt loswerden

Fred Knadler aus Arizona sitzt im Knast, weil er seine Ehefrau Libby durch einen Berufskiller umbringen lassen wollte. Nachdem er gefasst wurde, erteilte er aus dem Gefängnis einen neuen Mordauftrag.

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Gute Zeiten, schlechte Zeiten: Links, Fred Knadler vor dem Mordauftrag. Rechts, ein Jahr später im Gefängnis von Arizona. (Screenshot: ABC News)

Gute Zeiten, schlechte Zeiten: Links, Fred Knadler vor dem Mordauftrag. Rechts, ein Jahr später im Gefängnis von Arizona. (Screenshot: ABC News)

Im Gerichtsprozess gegen Fred Knadler aus Phoenix in Arizona sind die Beweismittel alle vorhanden: Der 75-Jährige hatte im Januar 2012 einen seiner Angestellten beauftragt, die Leiche seiner Ehefrau Libby in der Wüste «verschwinden zu lassen». Patrick King, der seit vielen Jahren für Knadler arbeitete, ahnte aber, dass sein Boss ihn womöglich «etwas nicht ganz Sauberes» auferlegen würde. Darum nahm King an jenem Tag einen kleinen Recorder mit und stellte diesen kurz vor seinem Treffen mit Knadler ein.

Knadler hatte den 45-jährigen King auf einen Parkplatz zitiert. Auf den Aufnahmen ist zu hören, wie der Chef seinem Mitarbeiter bittet, «ein Loch in der Wüste zu graben». Dann würde er ihm «ein in Leintücher eingewickeltes Paket geben», das King zu begraben hätte. Als Entschädigung und dafür, dass King die Klappe halte, würde Knadler ihn jährlich 10'000 Dollar bezahlen.

Zweimal den gleichen Mordauftrag erteilt

Patrick King ging mit seinem Tape zur Polizei und am gleichen Abend konnte Fred Knadler festgenommen werden. Libby Knadler wurde vom Mordplan ihres Mannes informiert: «Ich konnte es zuerst nicht glauben», sagte sie in einem Interview mit dem TV-Sender «ABC News». Manchmal wolle man einfach nicht wahrhaben, wozu ein Mensch fähig ist, der davon besessen ist, alles unter Kontrolle zu haben.

Libby Knadler und Patrick King erfuhren nun während des Prozesses, dass Fred Knadler im Gefängnis erneut versucht hatte, einen Auftragskiller zu engagieren. Diesmal sollten beide sterben. Dumm nur, dass der angebliche Profikiller ein getarnter Polizist war. Der Prozess gegen den 75-Jährigen wird noch einige Wochen dauern. Für Libby Knadler ist jetzt schon klar: «Patrick King ist mein Engel.»

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