Fedis crazy day: Erdbeben, Bruderduell und Rückenprobleme
Aktualisiert

Fedis crazy dayErdbeben, Bruderduell und Rückenprobleme

Ein ereignisreicher Tag liegt hinter Roger Federer: Erst rüttelt ihn ein Erdbeben durch, dann bezwingt er einen Unbekannten und nun wartet im Achtelfinal ein guter Freund.

von
fbu

Der Montag begann im kalifornischen Indian Wells ungewohnt für die Tennisstars: Ein Erdbeben der Stärke 5,1 auf der Richterskala hatte kurz nach 10 Uhr Ortszeit die Wüste erzittern lassen und vielen einen Schrecken eingejagt. Auch Roger Federer meldete sich per Facebook: «Ich habe gerade ein Erdbeben gespürt in Indian Wells … Ich hoffe, alle sind ok!» Das Rütteln hatte den Schweizer aber offensichtlich nicht so sehr beunruhigt, dass es Einfluss auf sein Spiel gehabt hätte. Am frühen Abend siegte er in zwei Sätzen 6:3, 6:1 gegen Ivan Dodig.

«Es war ein schwieriger Tag. Zuerst war da das Erdbeben, dann musste ich gegen einen Gegner ran, den ich nicht kannte und zudem waren die Lichtverhältnisse am Anfang unangenehm», bilanziert Federer nach der Partie. Er habe vor allem etwas Mühe gehabt, ins Spiel zu kommen, wurde dann aber besser. Zudem habe Dodig gegen Ende der Partie etwas nachgelassen, was er habe ausnutzen können. «Ich bin aber insgesamt zufrieden, wie es gelaufen ist», zieht er sein Fazit.

Etwas beunruhigend hingegen klingt die folgende Aussage des Schweizers: «Zum Schluss hatte ich noch ein wenig Rückenprobleme, darum hoffe ich einfach, dass das bis zum nächsten Spiel wieder in Ordnung ist.» Allzu beunruhigt scheint der Maestro allerdings nicht zu sein. «Ich kenne das ja und zum Glück kann man es behandeln.»

14. Duell mit Wawrinka

Weil auch Stanislas Wawrinka gegen Lleyton Hewitt siegreich war ist das Schweizer Duell in Kalifornien nun perfekt. Der Romand postete kurz nach seinem Sieg auf Twitter: «6:4, 7:6 gegen Hewitt. Ich bin sehr glücklich mit meinem Niveau heute.» Nun also das Achtelfinal gegen den Olympia-Doppel-Partner. Federer ist, gibt Wawrinka zu, für ihn die grösste Herausforderung unter den Top 4: «Erstens, weil wir uns sehr gut kennen und neben dem Platz befreundet sind und zweitens, weil mir sein Spiel nicht liegt. Er variiert sehr gut, gibt mir nie zweimal den gleichen Ball und kann auch viel Serve-and-Volley einstreuen. Ich war aber schon oft nahe dran und glaube an meine Chance.»

13 Mal hat Wawrinka bereits gegen Federer gespielt. Nur einmal ging Marathon-Stan als Sieger vom Platz. Vielleicht ist es für Wawrinka ja ein gutes Omen, dass er gegen Hewitt genau dasselbe Resultat erzielte wie bei seinem einzigen Erfolg gegen Federer 2009 in Monaco (6:4, 7:5). Damals war die Unterlage allerdings Sand, nicht Hartplatz. (fbu/si)

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