Stärke 6,1 – 20 Verletzte bei heftigem Erdbeben in Tokio
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Stärke 6,120 Verletzte bei heftigem Erdbeben in Tokio

Im Grossraum Tokio hat die Erde gebebt. In vielen Haushalten fiel der Strom aus, Züge wurden angehalten. Eine Tsunami-Warnung wurde nicht ausgesprochen.

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Erdbeben in Tokio: Die Feuerwehr bemüht sich, geplatzte Wasserleitungen zu reparieren. (7. Oktober 2021)

Erdbeben in Tokio: Die Feuerwehr bemüht sich, geplatzte Wasserleitungen zu reparieren. (7. Oktober 2021)

AFP/STR/Jiji Press
Passagiere warten in der Shinagawa Station, bis ihre Züge wieder fahren.

Passagiere warten in der Shinagawa Station, bis ihre Züge wieder fahren.

AFP/STR/Jiji Press
In Supermärkten hat es Produkte aus den Regalen geworfen.

In Supermärkten hat es Produkte aus den Regalen geworfen.

AFP/STR/Jiji Press

Darum gehts

  • Tokio und seine Umgebung sind von einem 6,1 starken Erdbeben erschüttert worden.

  • Mindestens 20 Personen haben sich verletzt.

  • Es kam zu Stromausfällen und geplatzten Wasserleitungen.

Die japanische Hauptstadt Tokio und ihre Umgebung sind von einem starken Erdbeben erschüttert worden. Das Beben der Stärke 6,1 ereignete sich nach Angaben der japanischen Meteorologiebehörde am Donnerstagabend um 22.41 Uhr (Ortszeit; 15.41 Uhr MESZ). Berichten zufolge wurden mehr als 20 Menschen verletzt. Eine Tsunami-Warnung wurde allerdings nicht ausgegeben. In hunderten Haushalten in Tokio fiel der Strom aus.

Das Zentrum des Bebens lag der Meteorologiebehörde zufolge in der Präfektur Chiba östlich von Tokio in einer Tiefe von 80 Kilometern. Die US-Erdbebenwarte USGS stufte die Stärke des Bebens mit 5,9 etwas schwächer ein. Seine Tiefe gab USGS mit 61 Kilometern an.

Stromausfälle und wankende Gebäude

Nach Angaben der Polizei und der Feuerwehr wurden mehr als 20 Menschen verletzt. Unter anderem verletzte sich eine Frau am Kopf, als ihr Zug plötzlich zum Stehen kam, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo. In hunderten Haushalten fiel der Strom aus, ausserdem bemühte sich die Feuerwehr, geplatzte Wasserleitungen in der Stadt zu reparieren.

Das Beben brachte Gebäude ins Wanken, in Geschäften fielen Produkte aus den Regalen. Der Zugverkehr wurde als Vorsichtsmassnahme ausgesetzt. In Tokio warteten in der Nacht zum Freitag gestrandete Menschen am Bahnhof Shinagawa, während andere an Taxiständen nach alternativen Transportmöglichkeiten suchten.

Grössere Auswirkungen durch das Beben gab es laut örtlichen Medienberichten aber weder in der Hauptstadt noch im Grossraum von Tokio. Die in der betroffenen Region gelegenen Atomkraftwerke wurden überprüft, auch von dort wurden zunächst aber keine Auffälligkeiten gemeldet.

Japan liegt auf Pazifischem Feuerring

Der erst in dieser Woche zum Regierungschef gewählte Fumio Kishida rief die Menschen im Onlinedienst Twitter auf, «Massnahmen zu ergreifen, um Ihr Leben zu schützen». Gleichzeitig sollten die Menschen die «aktuellen Informationen» der Behörden im Blick behalten. Zuvor waren die Bewohner der betroffenen Region über Warnmeldungen auf ihren Handys vor dem Erdbeben gewarnt worden.

Japan liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring mit intensiver seismischer Aktivität und wird regelmässig von Erdbeben getroffen. Erst in der vergangenen Woche hatte ein Beben der Stärke 6,1 die Nordwestküste des Landes erschüttert. Schäden gab es nicht.

Wegen der hohen Erdbebengefahr gelten in Japan äusserst strenge Bauvorgaben, die Häuser auch vor starken Erschütterungen schützen sollen. Bis heute werden aber viele Japaner von der Erinnerung an das schwere Erdbeben heimgesucht, das vor gut zehn Jahren die verheerende Tsunami- und Reaktorkatastrophe von Fukushima zur Folge hatte. Durch den Tsunami kamen etwa 18.500 Menschen ums Leben.

(AFP/chk)

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