Drei Tote: Erdbeben erschüttern Guatemala
Aktualisiert

Drei ToteErdbeben erschüttern Guatemala

Gleich mehrere Male hat die Erde im mittelamerikanischen Staat Guatemala gebebt. Dabei sind drei Menschen ums Leben gekommen. Häuser mussten evakuiert werden.

von
Sonia Perez
ap
Menschen müssen nach den Beben in improvisierten Zelten schlafen.

Menschen müssen nach den Beben in improvisierten Zelten schlafen.

Bei mehreren Erdbeben im mittelamerikanischen Staat Guatemala ist am Montag ein Mensch ums Leben gekommen. Mindestens drei Menschen wurden vermisst. Die Behörden erwarteten keine grössere Nachbeben.

Vier Mal bebte die Erde am Montagnachmittag. Der stärkste Erdstoss hatte eine Stärke von 5,8. Die Beben, die sich nach Angaben der US-Erdbebenwarte binnen weniger als zwei Stunden etwa 50 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Guatemala-Stadt ereigneten, waren in weiten Teilen des Landes spürbar.

Präsident Alvaro Colom rief die Bevölkerung zur Ruhe auf. Es gebe keine Hinweise auf zu erwartende heftige Nachbeben, sagte er bei einer Pressekonferenz. Rettungsmannschaften und Regierungsbehörden seien angewiesen, sich um die Opfer zu kümmern. Colom zufolge gab es etliche Verletzte, eine Zahl nannte er nicht.

Menschen verbringen Nacht im Freien

Eine 38-jährige Frau kam in Cuilapa, dem Epizentrum der Beben, ums Leben, als eine Wand in ihrem Haus einstürzte, wie ein Sprecher der örtlichen freiwilligen Feuerwehr sagte. Neben Cuilapa gehörten nach Angaben der Seismologen Guatemalas auch Santa Maria Inhuatan und Oratorio zu den am stärksten betroffenen Gebieten.

Öffentliche Gebäude wurden evakuiert, die Schulen blieben geschlossen. Viele Menschen verbrachten die Nacht zum Dienstag im Freien, weil ihre Häuser zerstört waren oder sie Angst vor Nachbeben hatten. Die Beben lösten Erdrutsche entlang der Schnellstrasse nach El Salvador aus. Mindestens ein Auto wurden von den Erdmassen begraben.

Alle vier Beben ereigneten sich nach Angaben eines Geophysikers der US-Erdbebenwarte an der selben Verwerfungslinie in bis zu 60 Kilometer Tiefe. Am stärksten bebte die Erde um 12.34 Uhr. Eine halbe Stunde davor und eine knappe Stunde danach wurde Guatemala von Erdstössen der Stärke 4,8 erschüttert. Das vierte und bislang letzte Beben der Stärke 4,5 ereignete sich um 14.30 Uhr etwas weiter südlich.

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