Aktualisiert 13.06.2011 08:37

Neuseeland

Erdbebenserie erschüttert Christchurch

Gebäude stürzten ein, 50 000 Haushalte sind ohne Strom: Mehrere Beben haben erneut Neuseeland erschüttert. Dabei wurden über 40 Personen verletzt.

Vier Monate nach dem schweren Erdbeben vom Februar ist die neuseeländische Stadt Christchurch abermals von einer Serie von Erdstössen erschüttert worden. Mehr als 40 Menschen wurden dabei am verletzt. Eines der wenigen noch intakten Gebäude in der Innenstadt stürzte ein, mehrere weitere wurden beschädigt. In etwa 50 000 Haushalten in den östlichen Vororten fiel bei winterlichen Temperaturen um den Gefrierpunkt der Strom aus.

Staubwolke stieg auf

Die Menschen flohen in Panik aus den Häusern, als während der Mittagszeit ein erstes Beben der Stärke 5,2 zu spüren war. Etwa eine Stunde später wurde ein weiteres Beben der Stärke 6,0 in etwa zehn Kilometern Tiefe registriert, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte. «Wir sind in Staub gehüllt», sagte Bürgermeister Bob Parker. «Das ist sehr, sehr beängstigend.»

Über dem abgeriegelten Stadtzentrum, das bei dem Erdbeben im Februar verwüstet wurde, stieg eine Staubwolke auf. Ziegelsteine fielen von den Dächern. Mehr als 40 Menschen mussten nach Angaben des Rettungsdienstes wegen leichter Verletzungen im Krankenhaus behandelt werden. Zum Zeitpunkt des Bebens hielten sich etwa 200 Menschen im Stadtzentrum auf.

Die Innenstadt der zweitgrössten Stadt Neuseelands war im Februar von einem Beben der Stärke 6,3 erschüttert worden. Dabei kamen etwa 180 Menschen ums Leben. Bereits im September richtete ein Beben der Stärke 7,1 dort erhebliche Schäden an.

Vulkanasche stört Flugverkehr

Die Asche des chilenischen Vulkans Cordon Caulle hat auch am Montag den Flugverkehr in Südaustralien und Neuseeland gestört. Zahlreiche Flüge von und nach Melbourne, Tasmanien und Neuseeland wurden abgesagt. Zehntausende Passagiere waren betroffen.

Qantas, Jetstar und Tiger strichen Flüge, während Virgin Australia mit einem reduzierten Flugplan arbeitete. Air New Zealand entschied dagegen, die Flugrouten zu ändern und die Wolke zu umfliegen.

Die Aschewolke könnte den Luftverkehr noch mehrere Tage behindern und am Montagnachmittag (Ortszeit) Canberra erreichen, teilte die australischen Luftverkehrsbehörde mit.

Der Cordon Caulle brach am 4. Juni aus. Die chilenischen Behörden erklärten, die Aktivität sei inzwischen zurückgegangen.

(sda/dapd)

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