Erdgas und Fernwärme werden in Basel erneut teurer
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Erdgas und Fernwärme werden in Basel erneut teurer

Die Industriellen Werke Basel (IWB) erhöhen zum zweiten Mal in Folge die Tarife für Erdgas und Fernwärme. Grund ist laut den IWB der anhaltende starke Anstieg der Erdölpreise, der den Einkauf deutlich verteuert.

Beim Gas erhöhen die IWB den Tarif auf den 1. Januar 2008 um 0,4 Rappen pro Kilowattstunde, bei der Fernwärme zudem um 0,5 Rappen pro Kilowattstunde, wie sie am Dienstag mitteilten. Bereits im Oktober waren - nach zwei vorangegangenen Senkungen - der Gaspreis um 0,4 Rappen und der Fernwärmepreis um 0,6 Rappen gestiegen.

Nach der erneuten Erhöhung beträgt ab Neujahr der Erdgaspreis im allgemeinen Tarif für Haushalte mit Gasheizungen 7,4 Rappen pro Kilowattstunde. Im Kleinbezugstarif für Haushalte, die Gas zum Kochen und für Durchlauferhitzer nutzen, beträgt der Preis neu 19,6 Rappen pro Kilowattstunde.

Der Grundpreis bleibt bei beiden Kategorien unverändert: Im allgemeinen Tarif beträgt er weiterhin 12 Franken pro Kilowatt und Jahr und im Kleinbezugstarif pauschal 48 Franken pro Jahr.

Fernwärme kostet ab Anfang Januar neu 9,15 Rappen pro Kilowattstunde. Auch hier bleibt der Grundpreis unverändert und beträgt weiterhin 15 Franken pro Kilowatt und Jahr.

Allzeithoch beim Erdöl

Die Erdölpreise hätten sich seit Sommer 2007 stetig nach oben bewegt, begründen die IWB die Preisanpassung; inzwischen hätten die Ölpreise ein neues Allzeithoch von über 90 Dollar pro Barrel erreicht. Der Einkauf wird damit entsprechend teurer.

Für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 25 000 Kilowattstunden und einem Grundpreis von 144 Franken bedeutet der neue Gastarif eine Verteuerung um 5,3 Prozent oder 100 Franken auf 1994 Franken. Im Kleinbezugstarif macht er bei einem Jahresbezug von 20 000 Kilowattstunden 1,7 Prozent oder 4 Franken aus.

Für den typischen Fernwärmekunden mit einem Jahresverbrauch von 20 000 Kilowattstunden und einem Grundpreis von 180 Franken steigt die Jahresrechnung um ebenfalls 100 auf 2010 Franken; das entspricht einer Verteuerung um 5,2 Prozent.

(sda)

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