Erdöl: Venezuela überholt Saudi-Arabien
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Erdöl: Venezuela überholt Saudi-Arabien

Der venezolanische Staatschef Hugo Chavez und sein iranischer Amtskollege Mahmud Ahmadinedschad weihten am Orinoko-Fluss eine Ölförderanlage ein, die ein gigantisches Erdölvorkommen erschliessen soll.

Die venezolanische Regierung und Experten schätzen, dass bis zu 235 Milliarden Fass Öl in der Region lagern. Sollte das zutreffen, würde das südamerikanische Land die grössten Erdölreserven noch vor Saudi-Arabien besitzen.

Die Anlage am Orinoko-Fluss im Südosten Venezuelas ist Teil eines iranisch-venezolanischen Wirtschaftsabkommens, das die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens des venezolanischen Konzerns PDVSA und der iranischen Firma Petropars vorsieht.

Nach dem Besuch im Orinoko-Gürtel warnten beide Staatschefs auf einer Pressekonferenz in Caracas vor einer militärischen Eskalation im Konflikt um das iranische Atomprogramm. Eine Aggression gegen den Iran würde schreckliche Folgen haben, sagte Chavez. Ahmadinedschad erneuerte seine Bereitschaft zu Gesprächen über das Atomprogramm. Im Anschluss an den zweitägigen Besuch in Caracas reist Ahmadinedschad zur Vollversammlung der Vereinten Nationen nach New York.

(sda)

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