Aktualisiert 09.03.2020 11:00

PreiskriegÖlpreis bricht um 30 Prozent ein, Börse sackt ab

Die Folgen der Coronavirus-Epidemie und der Einbruch des Erdöl-Preises setzen der Börse in Japan zum Wochenauftakt schwer zu.

von
chk
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Saudiarabien will seine Erdölproduktion erhöhen: Ölkomplex von Saudi Aramco. (Archivbild)

Saudiarabien will seine Erdölproduktion erhöhen: Ölkomplex von Saudi Aramco. (Archivbild)

Keystone/AP/Saudi Aramco Handout
Zwischen Russland und Saudiarabien ist nun ein Preiskrieg ausgebrochen: Ölanlage von Saudi Aramco.

Zwischen Russland und Saudiarabien ist nun ein Preiskrieg ausgebrochen: Ölanlage von Saudi Aramco.

Keystone/AP/Saudi Aramco Handout
Experten sagten einen Wochen oder Monate dauernden Konflikt voraus.

Experten sagten einen Wochen oder Monate dauernden Konflikt voraus.

AP/Hassan Ammar

Die beiden wichtigsten Aktien-Indizes in Japan lagen am Montag im Verlauf mehr als sechs Prozent im Minus.

«Die Grössenordnung des Zusammenbruchs zeigt, dass jede Hoffnung auf eine vorübergehende Atempause vergebens war», sagte der Währungsstratege Sean Callow von Westpac am Montag. Zudem setzten schlechter als bisher angenommene Wirtschaftszahlen Japans den Aktienmärkten zu.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 6,2 Prozent tiefer bei 19'473 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 6,1 Prozent und lag bei 1382 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 2,2 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor rund 2,5 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans fiel um 2,5 Prozent.

Gold gefragt

Der am Wochenende begonnene Erdöl-Preiskrieg zwischen Saudiarabien und Russland liess die Preise für die wichtigsten Sorten um etwa 30 Prozent einbrechen. Investoren suchten Zuflucht in Gold, dessen Preis über die Marke von 1700 Dollar je Feinunze stieg. Auch US-Staatsanleihen waren gefragt. Die Rendite der zehnjährigen Papiere fiel auf ein Rekordtief von 0,5 Prozent; die Rendite der 30-jährigen Staatsanleihen rutschte unter die Marke von einem Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 2,7 Prozent auf 102,47 Yen und stagnierte bei 6,9286 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er 0,9 Prozent niedriger bei 0,9289 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um ein Prozent auf 1,1397 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,0592 Franken an. Das Pfund Sterling gewann 0,2 Prozent auf 1,3067 Dollar. (chk/sda)

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