Wetterproblem: Erdrutsch beim Bärenpark – Felsblöcke sollen helfen
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WetterproblemErdrutsch beim Bärenpark – Felsblöcke sollen helfen

Beim Berner Bärenpark gab es wegen des nassen Wetters einen Erdrutsch. Tierparkdirektor Bernd Schildger will nun ein Sicherungskonzept ausarbeiten.

von
kaf
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Wegen der starken Regenfälle hat sich oberhalb des Spazierwegs beim Bärenpark Bern ein Erdrutsch gelöst.

Wegen der starken Regenfälle hat sich oberhalb des Spazierwegs beim Bärenpark Bern ein Erdrutsch gelöst.

20 Minuten/kaf
Die Erde sei wie Lava heruntergerutscht und habe den halben Weg bedeckt, sagt der Leiter Bauunterhalt des Tierparks, Rolf Staudenmann.

Die Erde sei wie Lava heruntergerutscht und habe den halben Weg bedeckt, sagt der Leiter Bauunterhalt des Tierparks, Rolf Staudenmann.

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Die Erde war am Freitag immer noch in Bewegung, wie man am fliessenden Wasser an der Seite sehen könne.

Die Erde war am Freitag immer noch in Bewegung, wie man am fliessenden Wasser an der Seite sehen könne.

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Nicht nur im Berner Oberland haben sich wegen der heftigen Regenfälle Erdrutsche ereignet, auch die Hauptstadt ist betroffen: So löste sich oberhalb des Gehwegs auf dem Gelände des Bärenparks Erde auf einer Fläche von rund 30 Quadratmetern, wie «Der Bund» schreibt. Tierparkdirektor Bernd Schildger macht sich nun Sorgen, dass sich der ganze Hang oberhalb des Weges lösen und Passanten in Gefahr bringen könnte. Deshalb habe er Sofortmassnahmen zur Sicherung des Geländes ergriffen.

«Die Erde ist wie Lava runtergerutscht und hat den halben Gehweg bedeckt», sagt Rolf Staudenmann, Leiter Bauunterhalt des Tierparks, zu 20 Minuten. Die betroffene Stelle sei immer noch in Bewegung, wie man am Wasser erkennen könne. Um weitere Rutsche zu verhindern, werden nun seit Donnerstag Felsblöcke verlegt und das Wasser über ein Rohr abgeleitet. «Bis Freitagabend werden wir wohl etwa dreiviertel der Felsblöcke eingesetzt haben», sagt Staudenmann. Am Montag soll dann der Rest folgen.

Erster Erdrutsch auf Bärenpark-Gelände

Die Kosten für die Sofortmassnahmen schätzt Staudenmann auf 20'000 bis 25'000 Franken. «Es ist das erste Mal, dass wir hier einen Erdrutsch hatten», sagt der Bauunterhaltsleiter weiter. Schuld seien die starken Unwetter der letzten Tagen. Der betroffene Teil des Hangs sei zwar ab Montag wieder gesichert, dennoch müsse man über eine langfristige Lösung nachdenken.

Dieser Meinung ist auch Tierparkdirektor Bernd Schildger, wie er zum «Bund» sagt: «Es wäre blauäugig zu sagen, dass dies ein Einzelereignis ist.» Er will nun zusammen mit dem Tiefbauamt ein Konzept zur Hangsicherung ausarbeiten. Dabei müsse auch evaluiert werden, ob man die obere Hangfläche weiterhin als Weideland für Schafe nutze oder ob das Pflanzen von Gewächs mit stabilisierendem Wurzelwerk sinnvoller sei.

«Parkähnliche Gestaltung» des Hangs vorgesehen

In der Gesamtplanung des Tier- und Bärenparks ist eine «parkähnliche Gestaltung» des Hangs ohnehin vorgesehen. In den nächsten zehn Jahren sollen vereinzelt Bäume und Buschwerke gepflanzt werden. Je nachdem, was beim Konzept zur Hangsicherung rauskommt, müsse diese Massnahme laut Schildger vorgezogen und allenfalls die Sanierung des Kinderzoos und der Steinbockanlage verschoben werden.

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