Erdstoss beschäftigt Politik
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Erdstoss beschäftigt Politik

Die politischen Nachbeben rund um den Basler Erdstoss reissen nicht ab: Regierungspräsidentin Schneider hat sich auch in Weil entschuldigt.

In einem Brief an Oberbürgermeister Wolfgang Dietz aus Weil entschuldigte sich gestern Regierungspräsidentin Barbara Schneider und sicherte ihm zu, ihm den Untersuchungsbericht über den Erdstoss zukommen zu lassen. Das Schreiben wurde von deutscher Seite positiv aufgenommen.

Bereits heute wird die Basler Regierung auf eine Interpellation von Christine Wirz (LDP) zum Thema antworten. Zwei weitere Interpellationen von Thomas Mall (LDP) und Heinrich Ueberwasser (EVP) sollen im Januar entgegengenommen werden.

Einem runden Tisch zur Geothermie, wie er von der LDP vorgeschlagen wurde, steht das Baudepartement eher skeptisch gegenüber: «Es ist nicht sinnvoll, einen einzelnen Energieträger herauszugreifen», so Sprecher Marc Keller.

Wie soll es mit dem Geothermie-Projekt weitergehen?

Andreas Prezzi (45), Basel

Von mir aus sollen sie so weitermachen wie geplant. Der Nutzen ist grösser als die Befürchtungen der Leute. Es wurde von Anfang an klar informiert, dass es zu Mikro-Beben kommen kann. Ich habe das im Internet gelesen.

Nicole Mai (23), Rheinfelden

Ich weiss nicht, ob Basel als Erdbebengebiet ein guter Standort ist. Man sollte genau abklären, ob man mit den Versuchen nicht noch Schlimmeres auslöst. Die Kommunikation empfand ich als mangelhaft.

Gabi Schneider (46), Basel

Eine schwierige Frage. Ich finde es einfach schlecht, dass die Bevölkerung nicht besser informiert wurde. Ich habe Kinder zu Hause: Wenn es plötzlich schüttelt und sie nicht wissen warum, ist das nicht so toll.

(skn)

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