Erfolgreiche deutsche Autobauer

Aktualisiert

Erfolgreiche deutsche Autobauer

Der Autohersteller BMW hat im vergangenen Jahr einen Rekordumsatz verbucht. Bei Porsche erfreut ein verfünffachter Gewinn die Aktionäre.

Die Erlöse von BMW seien um 5 Prozent auf 49 Mrd. Euro geklettert, teilte das Unternehmen am Freitag in München mit.

Beim Gewinn vor Steuern werde unverändert mit einem Rekordwert von 4 Mrd. Euro gerechnet. Die Belastungen durch Wechselkurseffekte und gestiegene Rohstoffpreise hätten durch Effizienz- und Absatzsteigerungen ausgeglichen werden können, hiess es. Die endgültigen Zahlen will BMW im März vorlegen.

Die Auslieferungen der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce stiegen um 3,5 Prozent auf 1,37 Millionen Fahrzeuge. «Das Geschäftsjahr 2006 ist das bislang beste in der Unternehmensgeschichte», sagte Konzernchef Norbert Reithofer. Im laufenden Jahr will BMW mehr als 1,4 Millionen Fahrzeuge absetzen.

Während der Auto-Umsatz des Konzerns nach Firmenangaben um gut 4 Prozent zulegte, verzeichnete vor allem die Finanzdienstleistungssparte der Münchener einen deutlichen Schub. Deren Umsätze erreichten eine Wachstum von rund 18 Prozent auf gut 11 Mrd. Euro.

Gut 42 Prozent aller Käufer von BMWs oder Minis finanzierten die Anschaffung ihres Neuwagens über die Finanzsparte des Konzerns. Im vergangenen Jahr sei das Volumen der so abgeschlossenen neuen Verträge um rund vier Prozent auf 24,5 Mrd. Euro geklettert.

Porsche mit Gewinnschub im Halbjahr

Der weltweit rentabelste Autokonzern Porsche hat im ersten Halbjahr seines Geschäftsjahres 2006/07 (per Ende Januar) den Gewinn verfünffacht. Der Gewinnschub ist auf Sondereinflüsse durch die Beteiligung an VW zurückzuführen.

Der Vorsteuergewinn legte innert Jahresfrist von 277,8 Mio. Euro auf 1,45 Mrd. Euro zu. Der Gewinn nach Steuern stieg von 169,8 Mio. Euro auf 1,05 Mrd. Euro. Im gesamten Geschäftsjahr will Porsche mit dem Rückenwind aus der ersten Jahreshälfte den Vorsteuergewinn des Vorjahres in Höhe von 2,1 Mrd. Euro übertreffen.

Unter anderem habe sich die Neubewertung des inzwischen auf 27,4 Prozent der Stammaktien angestiegenen VW-Aktienpakets mit 520 Mio. Euro positiv ausgewirkt, teilte der Sportwagenhersteller am Freitag mit.

Der Umsatz gab um 2,9 Prozent auf 3,02 Mrd. Euro nach. Auch der Absatz entwickelte sich gegenläufig zum Gewinn: Über alle Baureihen hinweg sank er in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres um 5,9 Prozent auf 39 750 Fahrzeuge.

Beim Geländewagen Cayenne gab es im Zusammenhang mit dem Modellwechsel ein Minus von 39,8 Prozent auf 10 225 Fahrzeuge. Die Sportwagen der 911er-Reihe rückten dagegen um 15,7 Prozent auf 17 340 Einheiten vor. Der Absatz der Modelle Boxster und Cayman legte um 21,5 Prozent auf 12 170 Autos zu. Im US-Markt - dem wichtigsten für Porsche - fiel der Absatz um 19,2 Prozent auf 14 570 Fahrzeuge. (sda)

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