Erfolgreiche Verbote: 20 Prozent weniger Raucher in New York
Aktualisiert

Erfolgreiche Verbote: 20 Prozent weniger Raucher in New York

Das scharfe Vorgehen New Yorks gegen Raucher zeigt jüngsten Studien zufolge deutliche Erfolge. Die Zahl der Raucher sei im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2002 um 240 000 zurückgegangen.

New Yorks Gesundheitsreferent Thomas Frieden führte den Erfolg vor allem auf Fernsehspots zurück, die schonungslos krebskranke Raucher zeigen. «Es gibt wohl wenige Programme, die so schnell 80 000 Menschen vor dem vorzeitigen Tod bewahren», sagte er.

New York hatte 2002 angesichts von anhaltend hohen Raucherzahlen in der Stadt dem Nikotinkonsum mit einem Fünf-Punkte-Programm den Kampf angesagt. Die Tabaksteuer wurde angehoben, Rauchen am Arbeitsplatz, in Restaurants und öffentlichen Gebäuden verboten. Es gab Aufklärungskampagnen und schliesslich die Serie von Fernsehspots.

Sterbende Raucher

Eindrucksvolle Grafiken zeigten die Auswirkungen des Nikotinkonsums auf Gehirn, Lungen und Arterien. Dazu wurden schwer kranke und sterbende Raucher mit ihren traurigen Kindern gezeigt - unter anderem ein Mann, der nach einer Krebsoperation nur noch durch ein Loch in der Kehle atmen kann.

Im einzelnen zeigte die Studie, dass Frauen eher von der Zigarette Abschied nahmen als Männer (Rückgang um 23 im Vergleich zu 15 Prozent). Vor allem junge Erwachsene zwischen 18 und 24 Jahre gaben das Rauchen auf - bei ihnen sank die Rate doppelt so stark wie in der Gruppe der älteren Raucher.

Nach ethnischer Herkunft differenziert, stellten die Asiaten mit einem Minus von 30 Prozent die meisten Abstinenzler.

Die Zahlen basieren auf einer repräsentativen Umfrage, die das US-Gesundheitsamt jedes Jahr bei 10 000 ausgewählten Erwachsenen macht. Alle Daten sind persönliche Angaben der Betroffenen. Für die Reaktion auf die TV-Anzeigen wurden zudem mehr als 2000 Leute beobachtet.

(sda)

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