Österreich auf Platz 1: Erfolgreichste Schweizer Ski-WM seit 32 Jahren
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Österreich ist auf Platz 1Erfolgreichste Schweizer Ski-WM seit 32 Jahren

Das Schweizer Team hat an der Ski-WM in Cortina bisher bereits neun Medaillen eingeheimst. Im Medaillenspiegel liegt aber Österreich vorne – das ist auch in der ewigen Bestenliste so.

von
Adrian Hunziker
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Allein Lara Gut-Behrami beschert der Schweiz drei Medaillen – zwei davon glänzen goldig.

Allein Lara Gut-Behrami beschert der Schweiz drei Medaillen – zwei davon glänzen goldig.

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Loïc Meillard gewinnt im Parallelrennen seine zweite Bronze-Medaille. 

Loïc Meillard gewinnt im Parallelrennen seine zweite Bronze-Medaille.

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Michelle Gisin strahlt über Bronze in der Kombination.

Michelle Gisin strahlt über Bronze in der Kombination.

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Darum gehts

  • Das Schweizer Team hat an der Ski-WM bereits neun Medaillen geholt.

  • Vor 32 Jahren gab es zuletzt mehr Edelmetall.

  • Der Bestwert von der Heim-WM in Crans-Montana 1987 ist in weiter Ferne.

  • In der ewigen Bestenliste hinkt die Schweiz Österreich weit hinterher.

Neun Medaillen nach zehn Rennen – was für eine geniale Bilanz für das Schweizer Ski-Team an der WM in Cortina. Und es könnten noch einige dazukommen, stehen doch noch drei Events an, in denen die Schweizerinnen und Schweizer ebenfalls zu den Medaillenanwärtern gehören. Mit neunmal Edelmetall ist die Schweiz bereits mehr als doppelt so erfolgreich wie vor zwei Jahren in Are, da gab es nur 4 Medaillen. Dafür war die Schweiz Erste im Medaillenspiegel (ex aequo mit Norwegen). Aktuell ist dem nicht so, denn Österreich hat zwar erst gerade mal fünf Medaillen geholt, dafür sind vier davon goldig – deshalb liegt der östliche Nachbar in Führung.

Nichtsdestotrotz darf sich die Schweiz über den Medaillensegen freuen. Denn es ist bereits 32 Jahre her, dass die Schweizer Delegation letztmals mehr als acht Medaillen einheimste: 1989 an der WM in Vail (im US-Staat Colorado) waren es 11 Auszeichnungen. Dieser Wert wurde von Swiss-Ski nur noch bei der Hammer-Heim-WM in Crans-Montana übertrumpft: 1987 fuhren Maria Walliser, Vreni Schneider, Peter Müller, Pirmin Zurbriggen und andere unglaubliche 14 Medaillen ein.

Den Tiefpunkt musste das Schweizer Team 2005 in Bormio verkraften: Keine einzige Medaille gab es damals. Ein fünfter Platz von Bruno Kernen in der Abfahrt und ein fünfter Platz von Silvan Zurbriggen in der Kombination waren noch die besten Resultate eines bescheidenen Teams.

Österreich mit der 100. Goldenen

Wie an jeder WM ist der Vergleich mit Österreich, dem ewigen grossen Rivalen, äusserst wichtig – zumindest für die Fans. Die Fahrerinnen und Fahren halten sich bei solchen Vergleichen stets zurück. Aber eines ist klar: Unsere östlichen Nachbarn führen in der ewigen Bestenliste ganz klar vor uns. Hier die Top 3:

  1. Österreich 100 Gold/103 Silber/96 Bronze – Gesamt 299

  2. Schweiz 69/70/65 – 204

  3. Frankreich 46/52/37 – 135

Mit dem Sieg im Parallel-Rennen von Katharina Liensberger – ex aequo mit der Italienerin Marta Bassino – feierte Österreich seine 100. Gold-Medaille in der Geschichte der Ski-WM. Von diesem Bestwert ist die Schweiz noch einiges entfernt. Immerhin haben wir die 200er-Grenze in Cortina bereits geknackt – so kann es weitergehen.

Deine Meinung

47 Kommentare
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19.02.2021, 08:44

.... und man stelle sich vor, es gäbe noch die Disziplin: Tandem fahren/ Kurswechsel mit Start im Ziel und Ziel beim Start/ fahren mit einem Ski/ fahren ohne Stöcke und jede Disziplin für Männer und Frauen und zusätzlich noch gemischt...... wooohhhhwwwww

PiaL

19.02.2021, 08:19

...ist doch alles egal man

Anna R.

19.02.2021, 08:17

Die Kurssetzungen waren alles anderes als weltmeisterlich. Bei der Herren Abfahrt war der entscheidende Teil eine Kombination aus Riesenslalom und Super G. Die Meisterfahrer Paris, Mayer und Feuz wurden benachteiligt. Und die Kurssetzung im Super G, bei denen die drei Erststartenden bestens qualifizierte Fahrer ausschieden, spricht für sich.