ATP-Tour: Erfolgserlebnis für Wawrinka
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ATP-TourErfolgserlebnis für Wawrinka

Stan Wawrinka steht beim ATP-Turnier in Genf im Final. Das ist ernorm wichtig für das Selbstvertrauen des Romands.

von
fal
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Die Formkurve zeigt nach oben: Stan Wawrinka zieht in den Final seines Heimturniers ein. (26. Mai 2017)

Die Formkurve zeigt nach oben: Stan Wawrinka zieht in den Final seines Heimturniers ein. (26. Mai 2017)

Keystone/Martial Trezzini
Nach dem Halbfinal-Sieg freut sich der Lausanner über seine Leistung in der Rhone-Stadt.

Nach dem Halbfinal-Sieg freut sich der Lausanner über seine Leistung in der Rhone-Stadt.

Keystone/Martial Trezzini
Halbfinal-Gegner Andrei Kusnezow verlangt vom Vaudois alles ab und verliert schliesslich in 99 Minuten 3:6, 6:7 (4:7).

Halbfinal-Gegner Andrei Kusnezow verlangt vom Vaudois alles ab und verliert schliesslich in 99 Minuten 3:6, 6:7 (4:7).

Keystone/Salvatore Di Nolfi

Der 32-jährige Stan Wawrinka setzte sich im Halbfinal in 99 Minuten 6:3, 7:6 (7:4) gegen den Russen Andrej Kusnezow (ATP 85) durch. Was eine halbe Stunde wie eine locker-leichte Aufgabe aussah, entpuppte sich für den Lausanner am Ende doch noch zu einer kleinen Zitterpartie. Im Tiebreak des zweiten Satzes behielt er aber die Nerven und kam gegen Kusnezow (ATP 85) im dritten Duell zum zweiten Sieg.

Der Russe war allerdings nahe daran, einen Entscheidungssatz zu erzwingen, obwohl er am Donnerstagabend bis weit nach 22 Uhr um den Halbfinaleinzug kämpfen musste. Wawrinka wehrte jedoch sämtliche sechs Breakchancen von Kusnezow im zweiten Durchgang ab – bei 3:4 sogar drei hintereinander. Nach 99 Minuten besiegelte der 32-jährige Waadtländer mit einem Ass zum 7:4 im Tiebreak den neuerlichen Finaleinzug.

Selbstvertrauen für Paris getankt

Bereits jetzt ist klar, dass sich Wawrinka gerade noch rechtzeitig vor dem am Sonntag beginnenden French Open dringend nötiges Selbstvertrauen holt, nachdem er zuvor auf Sand nur zwei Partien gewonnen hatte. Nur noch Mischa Zverev kann seinen zweiten Heimsieg in Folge verhindern. Mit dem Linkshänder hat er noch eine Rechnung offen. Im letzten Jahr unterlag er dem Deutschen im Viertelfinal der Swiss Indoors in Basel.

Der Hamburger bestritt als Nummer 33 der Welt die Qualifikation, weil er sich bei Meldeschluss nicht ins Turnier eingeschrieben hatte. Als vorläufige Krönung seiner starken Auftritte am Genfersee setzte sich der Linkshänder im Halbfinal in drei Sätzen gegen die Weltnummer 9 Kei Nishikori durch. Zverev, dessen neun Jahre jüngerer Bruder Alexander vor einer Woche beim Masters-1000-Turnier in Rom triumphierte, hatte bereits am Australian Open für Aufsehen gesorgt. Er schaltete den Weltranglistenersten Andy Murray aus und scheiterte erst im Viertelfinal an Roger Federer. (fal/sda)

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