Aktualisiert 10.04.2019 08:30

Hyundai Kona JahrestestErfrischend, aber nicht aufdringlich

Vor gut einem Jahr rollte Hyundai den Kona an den Start: Ob das erfrischende Kompakt-SUV auch nach unserem Dauertest noch überzeugen kann?

von
Markus Cavelti
10.4.2019
Macht seine Sache mehr als gut: Hyundai's kleinster SUV, der Kona, ist ein richtiger Allrounder.

Macht seine Sache mehr als gut: Hyundai's kleinster SUV, der Kona, ist ein richtiger Allrounder.

Markus Cavelti
Im Sommer dislozierte der Kona – sein Name stammt aus Hawaii – nach Ibiza. Nicht etwa, um sich an der Sonne auszuruhen, denn auch dort wurde er täglich gefordert.

Im Sommer dislozierte der Kona – sein Name stammt aus Hawaii – nach Ibiza. Nicht etwa, um sich an der Sonne auszuruhen, denn auch dort wurde er täglich gefordert.

Markus Cavelti
Ikea rief, der Kona kam: Zwar schluckte der 4,17 lange Koreaner die 2,2 Meter langen Schrankteile bravurös, leider liess sich die Heckklappe nur mühsam fixieren. Mit etwas Bastelei klappte aber auch das.

Ikea rief, der Kona kam: Zwar schluckte der 4,17 lange Koreaner die 2,2 Meter langen Schrankteile bravurös, leider liess sich die Heckklappe nur mühsam fixieren. Mit etwas Bastelei klappte aber auch das.

Markus Cavelti

Schön glänzen tut er ja – immer noch. Oder besser «wieder» – auch nach einem heissen, staubigen, anstrengenden und hektischen Testjahr. Der Kona wurde während 12 Monaten auf Herz und Nieren geprüft, musste als erstes seine Nehmerqualitäten bei Eis und Schnee unter Beweis stellen: Allradantrieb hat er ja (im Gegensatz zu vielen Konkurrenten) und Platz für bis zu fünf Wintersportler. Perfekt.

«Wir nehmen den Kona», hiess es an den Wochenenden. Er kam jeweils unversehrt zurück, ohne zu murren, um gleich wieder als Einsatzfahrzeug seinen nächsten Dienst zu verrichten. Ikea rief, der Kona kam: Zwar schluckte der 4,17 lange Koreaner die 2,2 Meter langen Schrankteile bravurös, leider liess sich die Heckklappe nur mühsam fixieren. Mit etwas Bastelei klappte aber auch das.

Ein Sommer in Ibiza

Im Sommer dislozierte der Kona – sein Name stammt aus Hawaii – nach Ibiza. Nicht etwa, um sich an der Sonne auszuruhen. Nein, Sondereinsätze waren gefragt – und die nicht zu knapp. Grosseinkäufe, schon wieder Möbelransporte, Ausfahrten an den Strand, kurvige Inselrundfahrten und der obligate Shuttledienst vom Bambuddha zum Ushuaia, vom Ushuaia zum Pacha und zurück. Der Kona nahm sie alle mit: Familie, Gäste, Freunde. Und mit Jason Segel – Marshall Eriksen aus der Sitcom «How I Met Your Mother» –, liess sich auch ein waschechter TV-Star an die Playa d'en Bossa fahren.

Optisch gefällt der Hyundai Kona auch nach einem Jahr noch. Die Hyundai-Designer schafften es haarscharf, den Kona optisch zwar dynamisch, aber nicht überladen oder zu effekthascherisch zu zeichen. Schliesslich zielt der ab 19 990 Franken erhältliche Mini-Kraxler auf ein junges Publikum, da macht auch die optional erhältliche Zwei-Farben-Lackierung für 650 Franken Aufpreis, durchaus Sinn.

Exklusiv: Mini-SUV unter Strom

Elektromotor oder kleiner SUV – beides kombiniert gab es bisher nicht. Hyundai ändert das mit dem Kona Electric. Fünf Gründe, die für die E-Version sprechen.

Kritik gibts wenig

Kritikpunkte haben wir bei unserem Jahrestester kaum welche gefunden. Zwar hat das Doppelkupplungsgetriebe bei kaltem Motor Mühe in die Gänge zu kommen und die Treibstoff-Warnanzeige macht sich erst bei einer Reichweite von 30 Kilometern bemerkbar. Peanuts. Denn die 177 PS des Topbenziners machen in Zusammenarbeit mit den meist serienmässig verbauten Assistenzysteme den Kona nicht nur zum bequemen Allrounder, sondern sie machen auch Spass. Ganz ohne Krawall.

Hyundai Kona Facts & Figures

5-türiges Kompakt-SUV mit 5 Sitzen.

Masse:

Lange: 4165 mm Breite: 1800 mm Hohe: 1565 mm Radstand: 2600 mm

Kofferraumvolumen:

361–1143 Liter

Leergewicht:

Leergewicht ab 1425 kg

Motor:

1,6-Liter mit 177 PS (130 kW) und 265 Nm

Antrieb:

Allradantrieb (serienmassig)

Getriebe:

7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (serienmassig)

Markteinführung:

seit 2018 bei den Handlern

Gefällt:

Erfrischende Optik, Allradantrieb, faire Preisgestaltung

Gefällt weniger:

Etwas hektisches DCT-Getriebe, relativ hoher Verbrauch

Preis:

37'900 Franken (gefahrenes Modell: 1.6 T-GDi Vertex), Basismodell ab 19'990 Franken

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