Anliegen der Jungfreisinnigen - Erhöhung des Rentenalters auf 66 kommt laut Initianten an die Urne
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Anliegen der JungfreisinnigenErhöhung des Rentenalters auf 66 kommt laut Initianten an die Urne

Die Jungfreisinnigen sorgen sich um die Zukunft der AHV und haben deshalb die Volksinitiative für das Rentenalter 66 lanciert. Nun haben die Initianten die notwendigen Unterschriften beisammen.

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Die Jungfreisinnigen Schweiz reichten am 16. Juli die Unterschriften für die Eidgenössische Volksinitiative «Für eine sichere und nachhaltige Altersvorsorge (Renteninitiative)» beim Bundeshaus ein.

Die Jungfreisinnigen Schweiz reichten am 16. Juli die Unterschriften für die Eidgenössische Volksinitiative «Für eine sichere und nachhaltige Altersvorsorge (Renteninitiative)» beim Bundeshaus ein.

20min/Simon Glauser
Matthias Müller, Präsident der Jungfreisinnigen (in Weiss) und Patrick Eugster (Präsident Rentenitiative, links neben ihm) bei der Einreichung der Unterschriften.

Matthias Müller, Präsident der Jungfreisinnigen (in Weiss) und Patrick Eugster (Präsident Rentenitiative, links neben ihm) bei der Einreichung der Unterschriften.

20min/Simon Glauser
Es waren rund 145’000 Unterschriften gesammelt worden.

Es waren rund 145’000 Unterschriften gesammelt worden.

20min/Simon Glauser

Darum gehts

  • Laut den Jungfreisinnigen ist die Renteninitiave mit gut 107’000 Unterschriften zustandegekommen.

  • Die Initiative fordert Rentenalter 66 ab 2032 und später eine Angleichung an die Lebenserwartung.

  • Bis 2050 würden bei der derzeitigen Gesetzeslage nur noch zwei Erwerbstätige die Rente einer Person finanzieren.

«Die Renteninitiative der Jungfreisinnigen Schweiz kommt definitiv vors Volk!», schreiben die Jungfreisinnigen in einem Communiqué vom Donnerstag. Die Bundeskanzlei habe bestätigt, dass das Volksbegehren mit 107’049 beglaubigten Unterschriften zustande gekommen sei. Die Initianten und Initiantinnen hatten am 16. Juli in Bern insgesamt 145’000 Unterschriften eingereicht.

Die Jungfreisinnigen sind «überzeugt, dass die Renteninitiative exzellente Chancen hat, von Volk und Ständen angenommen zu werden»: Sie ziele auf eine nachhaltige Sicherung der Renten ab. Denn die nationale Politik habe es versäumt, «das Rentensystem generationengerecht zu reformieren». Die Initiative zwinge Bundesrat und Parlament dazu, «sich endlich mit einer wirklich nachhaltigen Reform der Altersvorsorge auseinanderzusetzen».

Hintergrund des Begehrens ist die seit Jahren defizitäre Altersversorgung in der Schweiz, wie die Partei mitteilt. Die Bevölkerung erwarte langfristige Lösungen. Matthias Müller, Präsident der Jungfreisinnigen Schweiz, sagt: «Die erste Säule muss dringend nachhaltig und damit strukturell saniert werden, sodass alle Generationen, vor allem aber die Jungen und kommenden Generationen, eine Chance auf eine anständige Rente haben.» Derzeit finanzierten 3,5 Erwerbstätige eine Rente, bis 2050 seien es nur noch zwei Personen.

Prognose Rentenalter 68 im Jahr 2056

Der Vorschlag der Jungen FDP beinhaltet eine schrittweise Erhöhung des Rentenalters. Ab 2032 soll dieses 66 Jahre betragen und später an die Lebenserwartung gekoppelt werden: pro Monat zusätzlicher Lebenserwartung soll das Rentenalter um 0,8 Monate steigen. Laut Prognosen des Bundes würde das Rentenalter also 2043 auf 67 Jahre und 2056 auf 68 Jahre steigen. Eine Erhöhung müsste jeweils fünf Jahre zuvor bekanntgegeben werden.

Die Initiative sorge dafür, «dass die unvermeidlichen Zusatzkosten aus der höheren Lebenserwartung fairer auf alle Generationen verteilt werden», so die Initianten.

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(trx)

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