Aktualisiert 01.06.2011 06:05

Druck auf Obama wächstErhöhung des Schuldenlimits abgelehnt

Die Republikaner haben im US-Repräsentantenhaus gegen ein Gesetz zur Erhöhung der Schuldenobergrenze gestimmt. Damit droht die Zahlungsunfähigkeit der USA.

Gerät mit der Ablehnung des Gesetzes zur Erhöhung der Schulden unter Druck: US-Präsident Barack Obama.

Gerät mit der Ablehnung des Gesetzes zur Erhöhung der Schulden unter Druck: US-Präsident Barack Obama.

Der Streit um die Staatsfinanzen in den USA verschärft sich. Die Republikaner im US-Repräsentantenhaus haben ein Gesetz zur dringend notwendigen Erhöhung der Schuldenobergrenze abgeschmettert.

318 Abgeordnete lehnten am Dienstag (Ortszeit) eine Erhöhung des Limits von derzeit 14,3 Bio. Dollar ohne gleichzeitige Einsparungsvorschläge ab. Auch 82 Demokraten votierten dagegen. Lediglich 97 Abgeordnete stimmten mit Ja.

Zahlungsunfähigkeit der USA droht

Durch die Abstimmung wird der Druck auf Präsident Barack Obama weiter erhöht. Finanzminister Timothy Geithner hatte bereits gewarnt, dass die derzeitige Schuldenobergrenze spätestens Anfang August erreicht sei.

Wenn es bis dahin keine Einigung gebe und das Limit nicht angehoben werden sollten, drohten der USA Zahlungsunfähigkeit mit «katastrophalen wirtschaftlichen Konsequenzen».

Panik vermeiden

Bereits die Abstimmung am Dienstag sei eigens auf die Zeit nach Börsenschluss in New York verlegt worden, um panikartige Reaktionen auf den Finanzmärkten zu vermeiden, berichtete die «Washington Post».

Allerdings sind Republikaner und Demokraten hinter den Kulissen bereits dabei, nach Lösungen zu suchen - wenn auch bisher ohne durchschlagenden Erfolg.

Republikaner wollen Steuern für Reiche nicht erhöhen

Zwar haben auch Obama und die Demokraten bereits signalisiert, dass sie zu drastischen Einsparungen bereit sind. Doch den Republikanern gehen die Vorschläge aus dem Regierungslager nicht weit genug.

Sie schlagen unter anderem drastische Beschneidungen im Gesundheitssektor vor, die die Demokraten nicht hinnehmen wollen. Ausserdem wollen sich die Republikaner bei den Plänen Obamas querlegen, Steuern für die Reichen zu erhöhen. Die Republikaner lehnen jede Steuererhöhung kategorisch ab.

(sda)

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