Aktualisiert 02.11.2011 17:22

Nach Schwarzem Dienstag

Erholungspause an den Börsen

Nach dem Ausverkauf der vergangenen Tage haben sich zwar Schnäppchenjäger an die europäischen Aktienmärkte locken lassen. Doch viele Börsianer blieben skeptisch.

Nach den grossen Rückschlägen an den beiden Vortagen seien die neuen Unsicherheiten um Griechenland und bezüglich des anstehenden G20- Treffens vorerst einmal eingepreist, hiess es in Börsenkreisen.

Nach den grossen Rückschlägen an den beiden Vortagen seien die neuen Unsicherheiten um Griechenland und bezüglich des anstehenden G20- Treffens vorerst einmal eingepreist, hiess es in Börsenkreisen.

Das leichte Plus in den meisten europäischen Aktien-Indizes führten Börsenhändler auf eine technische Gegenbewegung zurück, denn schliesslich hatte der deutsche Börsenindex Dax am Montag und Dienstag insgesamt 8 Prozent verloren, während der Schweizer SMI um 4,5 Prozent nachgab.

Der SMI legte um 0,40 Prozent auf 5611,05 Punkte zu. Der breiter gefasste Swiss Performance Index (SPI) kletterte um 0,43 Prozent auf 5099,69 Punkte. Der deutsche Dax lag gar 1,5 Prozent im Plus. Die Börsen in Paris kletterten um gut 1 Prozent. Der Dow Jones stieg um 1,4 Prozent.

Referendum eingepreist

«Da es derzeit kaum relevante Firmennachrichten gibt, plätschert der Markt etwas vor sich hin», sagte ein Händler in der Schweiz. Nach den grossen Rückschlägen an den beiden Vortagen seien die neuen Unsicherheiten um Griechenland und bezüglich des anstehenden G20- Treffens vorerst einmal eingepreist, hiess es in Börsenkreisen.

Für Zurückhaltung sorgen am Berichtstag Meldungen, wonach der Euro-Rettungsfonds EFSF Anleiheplatzierungen wegen der aktuellen Marktbedingungen verschieben wolle sowie eher schwache Konjunkturdaten aus dem Euroraum.

Die gemäss Arbeitsmarktbericht in den USA stärker als erwartet gestiegene Beschäftigungszahl im Privatsektor hatte kaum einen Einfluss auf die hiesigen Aktien. Gebannt erwarten die Investoren indes bereits die Zinsentscheidung und die geldpolitischen Aussagen der Notenbank Federal Reserve (Fed) am Abend. Spekuliert wird auf ein mögliches neues Programm der Fed zur Ankurbelung der US-Konjunktur.

Bankaktien erholt

Mit an der Tabellenspitze beendete der Luxusgüterkonzern Richemont ( 3,0 Prozent) den Handelstag. Im dessen Sog verteuerten sich auch Swatch -Papiere ( 3,1 Prozent) merklich. Das Spitzenquintett ergänzt sich durch Tagessieger Syngenta ( 3,2 Prozent), Actelion ( 2,6 Prozent) und die Bank Julius Bär ( 3,0 Prozent).

Dahinter legten auch weitere der am Vortag arg gebeutelten Finanzwerte zu, so etwa die Versicherungs-Titel Bâloise ( 2,5 Prozent) und Zurich Financial Services ( 2,2 Prozent) sowie die Papiere der UBS ( 1,4 Prozent).

Die grössten Abgaben verzeichneten der Computerzubehör-Hersteller Logitech (-2,2 Prozent) und der Zahnimplantate-Hersteller Nobel Biocare (-1,7 Prozent), während die Verluste von Roche (-0,6 Prozent), Nestlé (-0,4 Prozent) und Novartis (-0,2 Prozent) den Gesamtmarkt ausbremsten.

(sda)

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