Interview: Eric Bana: «Ich konnte nicht über die Moral nachdenken»
Aktualisiert

InterviewEric Bana: «Ich konnte nicht über die Moral nachdenken»

«Troy»-Star Eric Bana (37) spielt in Steven Spielbergs Politdrama «Munich» den Anführer einer israelischen Killertruppe. Diese rächt den palästinensischen Anschlag auf Israelis an den Olympischen Spielen 1972. 20 Minuten sprach mit Bana.

Eric Bana, wie beurteilen Sie persönlich den Racheakt, den «Munich» zeigt?

Eric Bana: (Zögert) Ich finde es gefährlich, mich dazu öffentlich zu äussern. Sagen wir es so: Ich war zu sehr damit beschäftigt, mich in die Filmfigur hineinzudenken, als dass ich gross über die Moral der Geschichte hätte nachdenken können.

Zur Zeit des Attentats waren Sie noch ein Kind. Mussten Sie viel recherchieren?

Bana: Ja, sehr. Ich habe viele Artikel gelesen. Aber auch der Dokumentarfilm «One Day in September» war sehr hilfreich, da er die Bluttat präzise nacherzählt.

Wann haben Sie Steven Spielberg erstmals getroffen?

Bana: Das war total surreal. Er drehte in Los Angeles gerade «The Terminal», während ich eine «Troy»-Drehpause hatte. Während der Mittagspause erzählte er mir von seinem «Munich»-Filmprojekt.

Fanden die Dreharbeiten wirklich im Geheimen statt?

Bana: Ja, denn wir begannen mit den «Munich»-Dreharbeiten, als «War of the Worlds» in die Kinos kam. Nur schon wegen dem ganzen PR-Rummel musste sich Steven irgendwie von der Öffentlichkeit abschirmen.

Mohan Mani

«Munich» kommt am 26. Januar in die Schweizer Kinos.

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