MCG-Politiker: Eric Stauffer wegen Kokain-Deal verurteilt
Aktualisiert

MCG-PolitikerEric Stauffer wegen Kokain-Deal verurteilt

Für ein Kampagnen-Video kaufte Eric Stauffer 2013 Kokain auf Genfs Strassen. Das kommt den MCG-Politiker nun teuer zu stehen.

Der Genfer MCG-Politiker Eric Stauffer ist wegen Verstosses gegen das Betäubungsmittelgesetz verurteilt worden. Die Genfer Staatsanwaltschaft wirft dem MCG-Gründer vor, einen Kokain-Deal organisiert zu haben. Das MCG kündigte Rekurs an.

Stauffer wurde zu 45 Tagessätzen à 230 Franken mit dreijähriger Bewährung und zu einer Busse von 2500 Franken verknurrt, wie das MCG am Donnerstagnachmittag selber publik machte. Einige Stunden zuvor hatte die Partei bekannt gegeben, dass Stauffer für die Nationalrats- und Ständeratswahlen im Herbst kandidiert.

Das MGC kündigte Rekurs gegen den Strafbefehl an, der laut MCG am 18. Mai ausgestellt wurde. In seinen Augen kommt das Strafurteil gegen Stauffer mehr einer politischen Brandschrift denn einem objektiven Gerichtsentscheid gleich.

Drogen-Deal für Kampagnen-Video

Die Affäre geht laut MCG auf September 2013 zurück. Stauffer befand sich damals mitten in seiner Kampagne für die Wahl in den Regierungsrat. Im Rahmen dieser Kampagne habe Stauffer mit einem Video zeigen wollen, dass sich der Drogenhandel auf der Strasse vor den Augen der ohnmächtigen Augen der Justizbehörden abspiele.

Ein Kameramann des MCG filmte einen Deal zwischen einem Drogenhändler und einem anderen Mitglied des MCG, das sich als Käufer ausgab. Als die Szene im Kasten war, sollen Stauffer und seine Mitspieler sofort die Polizei angerufen haben, um den Drogenverkäufer anzuzeigen. Der Dealer wurde festgehalten, und die zwei Kügelchen Kokain sollen der Polizei übergeben worden sein.

Das Video unter dem Titel «Drogendealer im Genfer Pâquis September 2013» fand im Internet grosse Verbreitung, worauf die Genfer Staatsanwaltschaft im November eine Strafuntersuchung gegen Stauffer und den Drogenkäufer eröffnete.

Es habe sich um eine politische Aktion gehandelt, um aufzuzeigen, dass man in Genf Drogen innerhalb weniger Minuten kaufen könne, hält das MCG fest. Keines seiner Mitglieder habe je die Absicht gehabt, Drogen zu konsumieren oder weiter zu verkaufen. (sda)

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